Persönliche Narrative über Gesundes Altern von 70 Jährigen und älter

Erst seitdem ich ein gewisses Alter erreicht habe, mache ich mir mehr Gedanken über das Altern an sich, über meine Gesundheot schon viel länger, vor allem, da ich als Kind sehr oft krank war und sogar mehrmals zur Kur musste. Im Alter von 20 Jahren habe ich bei einem Praktikum in einem kinderheim eine infektiöse Gelbsucht eingefangen, die mich längere Zeit Schachmatt setzte und mir auch danach noch beschäftigte, da meine Leber keine fettigen Mahlzeien mehr ertrug. Irgendwann war auch das vorbei und dann kam eine fast lebenslange Zeit ohne schwere Krankheiten, was mich froh machte, mich aber für das Thema Gesundheit sensibiliserte. In unserer Familie gab es wenig Krankheiten und erst im Teenageralter wurde ich mit dem Tod meiner Lieblingstante konfrontiert. Eine andere Tante, wie auch meine Mutter waren ständig am Jammern und Leiden , wobei ich dies mehr und mehr als Manipulationen erkannte. Beide wurden über 90 Jahre alt! Überhaupt wurden die meisten Verwandten recht alt, obwohl sie eine harte Jugend, sowie mühsame Arbeitsjahre hinter sich hatten. Mein Grossvater väterlicherseits wurde 94 und starb beim Morgenessen an einem Herzinfarkt. Seine Frau, meine Grossmutter hingegen wurde eines der wenigen Thypusopfer in Zermatt und starb mit 74 Jahren. Mein Vater wurde ebenso nur 74jährig, in meinen Augen, weil er eine empfindliche Seele war und sein Leben nicht so verlief, wie er sich das vorgestellt hatte. Zuerst in einem sozialen Beruf tätig udn nach wenigen Jahren schon ausgepumt, wechselte ich in die alternative Szene, damals eher ungewöhnlich. So bleib es mein ganzes Leben lang – hatte ich mich in ein Gebiet eingearbeitet und dort alles erfahren, nahm ich etwas Neues in Angriff und zwar bis über meine Pensionierung hinaus. Neugier und Neues hält mich jung

Als entscheidend bzw. wichtig erscheint mir, dass nur durch Aktivitäten, d.h. persönliches Engagement in verschiedener Art ein gutes Altern möglich sein kann. Ein passives Verhalten schränkt nicht nur die Fitness ein, sondern wirkt sich negativ auf das gesundheitliche Befinden aus. Für mich galt von Beginn meines Rentnerdaseins: ich engagiere mich nur noch für Sachen, welche mir Freude machen. Dass mir dabei meine ehemalige berufliche Tätigkeit als Dienstleister zugute kommt, scheint logisch. Aber trotzdem braucht es Eigeninitiative für ein Engagement. Als Verwaltungsfachmann übe ich seit fünf Jahren ein Engagement in der Kirche als Aushilfs-Sakristan aus, engagiere mich bei der Pro Senectute im Steuererklärungsteam und begleite einmal pro Monat geistig oder körperlich beeinträchtigte Menschen zu einem Anlass. Diese Aufgaben bringen nicht nur mir Freude und Erfüllung, sondern auch die Rückmeldungen von allen Beteiligten sind grossmehrheitlich positiv und von grosser Dankbarkeit beseelt.

Gesundheit bedeutet für mich Fitness, geistiges Wohlbefinden, Aktivität und durchaus strukturierte Abläufe. Teilnahme an Kursen, die auch aufs Alter zugeschnitten sind. Interesse bekunden für Neuerungen, oder wie in meinem Fall, den regelmässigen Besuch der Senioren-Universität. Das, was man in früheren Jahren nicht machen konnte, da man im Berufsleben stand. Auch ein freundschaftlicher Austausch mit Gleichgesinnten. Aktiv werden, wenn es um Pensionärsfragen geht und dann aber sich auch mal Zeit lassen und nur für sich sein. Reisen ins Ausland,auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sind auch für die Sprachgewandtheit fast schon ein must

Ich bin schon auf dem Weg zum Älterwerden. Die Jugend ist Vergangenheit. Ich hatte bis jetzt ein schönes Leben ohne Sorgen, aber auch das traurigste Erlebnis, nämlich den Tod meines geliebten Mannes. Am Wichtigsten für mich ist die Gesundheit. Gleich danach folgt ein gutes menschliches Umfeld, d,h. eine Familie, welche mich trägt und auch meine Stimmungen aushält. Leute welche mich lieben und achten. Schön ist es auch, im Alter keine finanziellen Sorgen zu haben und sich leisten können, was Spass macht. Gesund sein heisst für mich aber auch, anderen, welchen es nicht gut geht, helfen zu können. Gute Beziehungen sind für mich sehr wichtig. Gesundheit erlaubt es mir, meine Enkel zu hüten, Reisen zu machen, bestehende Kontakte zu pflegen und neue zu knüpfen und mich in Vereinen zu engagieren. Ich hoffe, dass ich noch lange gesund und aktiv bleiben kann. Am meisten fürchte ich, an Alzheimer oder Krebs zu erkranken und dadurch von anderen abhängig zu werden. Ich wünsche mir, wenn meine Zeit abgelaufen ist, einen Tod ohne Leiden, schnell und leise. Ich befasse mich nicht so oft mit solchen Gedanken. Es kommt, wie es kommt. Ich habe da keinen grossen Einfluss. Es ist für mich schwierig, über Gefühle zu schreiben. Ich bin ein ausgeglichener Mensch. Mir geht es gut. Ich habe nichts zu klagen. Ich mache mir auch keine grossen Gedanken übers älter werden

 Gutes Altern bedeutet für mich erfülltes Altern. Auf die Pensionierung folgte die neue Freiheit: es ist wie eine zweite Kindheit. Zu einem erfüllten Altern gehören für mich Gesundheit, Neugierde und soziale Kontakte. Die körperliche Gesundheit schafft mir Zugang zur Natur und zu den sozialen Kontakten. Bei den sozialen Kontakten bevorzuge ich ehrliche, konsequente und zuverlässige Menschen. Der Sport in der freien Natur bedeutet für mich Zugang zu Pflanzen und Tieren aber auch Zugang zu mir. Beim Laufen durch die Wälder trete ich zu einem Dialog mit mir selber und meinem Hirn. Die Neugierde seinerseits beschäftigt mein Hirn und knüpft mir wortwörtlich neue Verbindungen. Als Frühgeburt aus einer protestantischen Arbeiterfamilie in einer tief katholischen Gebärklinik nach Hause zurückgewiesen, war das Leben von der ersten Minute ein Kampf – ein Kampf , den ich übrigens immer sehr gerne bestritten habe – so eben auch im Alter. Dieses einmalige Zeitfenster, dem wir Leben sagen, hat nur den Sinn, zu verstehen, was eigentlich dieses Zeitfenster bedeutet. Im Alter schliesst sich dieses Fenster allmählich und das erfüllte Leben endet in einem erfüllten Altern. Klar – genügend Geld ist dabei eine günstige Voraussetzung – aber keine Notwendigkeit. Die Neugierde ihrerseits lässt uns das Altern fast vergessen – sie treibt uns in die Philosophie und damit direkt zur Frage des Lebens und damit auch zur Frage des Guten Alterns . Schon allein der Versuch diese Frage zu beantworten schenkt uns die ersehnte Erfüllung. Gutes Altern beginnt also bei sich im Kopf!

In den letzten Jahren war ich immer sehr gesund und habe keine Beschwerden und fast nie Schmerzen empfunden. Aus dieser Erfahrung bedeutet für mich gutes Altern, dass ich mich geistig und körperlich entfalten kann. Ich lese viele Bücher mit wissenschaftlichen und kulturellen Inhalten. Ich besuche öfters kulturelle Anlässe: Konzerte, literarische Vorträge (Lesungen) und Vorträge. Ich besuche auch einen Englischkurs, in welchem ich meine Englischkenntnisse aufbessere. Fast täglich treibe ich etwa eine Stunde Sport (Joggen und Übungen). Ich habe intensive Kontakte mit meinen Töchtern. Ich werde immer wieder eingespannt für Arbeiten oder Abklärungen. Ich nehme solche Aufgaben sehr gerne wahr. Etwas abstrakter: Gutes Altern erlebe ich, wenn ich geistig viel erleben kann, wenn ich gefordert werde und in Kontakt mit Altersgenossen im Englischkurs lerne und danach Kontakt pflege. Neben geistigen Tätigkeiten unternehme ich sportliche Aktivitäten mit Kolleginnen und Kollegen. Weiter betätige ich mich in der Unterstützung einer invaliden Person,; ich begleite sie mit ihrem Rollstuhl auf Spaziergängen.

Altern beginnt mit der Geburt und wir können nichts dagegen unternehmen. Also ist dies einfach zu akzeptieren und Alter hat somit keine positiven oder negativen Vorzeichen. In jedem Alter ist jedoch für uns wichtig, dass wir uns in der momentanen Situation wohlfühlen können. Dazu können wir vieles selber beitragen. Einiges wird aber auch durch unser Umfeld beeinflusst oder direkt bestimmt. In jungen Jahren spielt die familiäre Situation eine grosse Rolle, z.B. Herkunft, Alter und Bildung der Eltern, gesellschaftliche Situation, Wohnort, Schulen, Freunde, usw. Dies hat einen grossen Einfluss auf die persönliche Entwicklung jedes Einzelnen. In dieser Phase ist vieles durch die Lebensweise unserer Eltern gegeben und unser Verhalten wird dadurch geprägt. Wichtig erscheint mir, dass geistige und körperliche Bewegung während des ganzen Lebens unerlässlich ist. Wenn wir älter werden, können wir das uns anerzogene Verhalten beibehalten oder auch ändern, wenn wir feststellen, dass etwas nicht unseren Wünschen oder Vorstellungen entspricht. Unser Verhalten lebt aber auch von Kompromissen, welche in unserem Umfeld (Lebenspartner, Familie, Kinder, Freunde, Bekannte) zu einem angenehmen und glücklicken Leben notwendig sind. Gesamthaft kann man sagen, dass Flexibilität und Kompromissbereitschaft ohne negatives Empfinden wichtig sind. Sture Menschen können nach meiner Ansicht kaum Freude an ihrer eigenen Lebenssituation haben. Ein Ziel, das man sich setzt, sollte die Möglichkeit haben, erreichbar zu sein. Bei fortschreitendem Alter ist es im Hinblick auf Pensionierung wichtig, sich rechtzeitig darüber Gedanken zu machen, wie man mit der freieren Zeit nach der Erwerbstätigkeit umgehen und sie ausfüllen möchte. Wichtig ist auch hier, dass man täglich Freude an neuen Situationen haben kann. Freiheit in der Gestaltung des Tagesablaufs mit oder ohne Partner, Freunde treffen, Lesen, Musik machen, Sport betreiben, Reisen, Enkel hüten, Freiwilligenarbeit, usw. sind alles Dinge, woran wir uns freuen können und das uns erfüllen kann. Bei aufwändigen und teureren Hobbies ist es von Vorteil, wenn man sich dazu schon während des Erwerbslebens Gedanken macht und dafür ein finanzielles Polster schafft. Das Gefühl, aus finanziellen Gründen auf etwas verzichten zu müssen, was einem am Herzen liegt, beeinflusst das Lebensgefühl negativ. Ein glückliches und erfülltes Alter hängt aber, wie schon das Leben vorher davon ab, welche Möglichkeiten und Erwartungen man hat und wie man damit zurechtkommt und akzeptieren kann, wenn etwas nicht den eigenen Vorstellungen entspricht.

Gutes Altern Für mich und sicher für alle Andern auch ist das Wichtigste die Gesundheit. Ohne Gesundheit ist alles andere unwichtig. Wer Krank ist oder im Spital liegt hat nur noch einen Wünschend der ist: Gesund zu werden. Hat man das Glück gesund zu sein beginnt das Alter aber schon vor der Pensionierung. Eine gute Planung für die Zeit der Pensionierung schafft gute Voraussetzungen um ein gutes Alter geniesse zu können. Die Planung der finanziellen situation: Rente / Pension auszahlen lassen / frühzeitig in Pension zu gehen, ein Wunsch vieler oder langsam das Arbeitspensum zu reduzieren muss geplant werden. Dann kommt die Zeit des Loslassen Könnens. Loslassen ohne das Gefühl zu haben zum alten Eisen zu gehören. Nicht ganz einfach aber machbar und auch durch Einsicht besser zu verarbeiten. Neue Zeit, neues Alter, neue Chancen. Dazu kommt nach der Pensionierung die Erkenntnis, das das leben nun mal endlich ist. Umso wichtiger und auch schön ist sich auf die verbleibende Zeit zu freuen und diese sinnvoll zu gestalten. Gute Voraussetzungen dazu sind natürlich geordnete Familienverhältnisse: Frau / Lebenspartnerin / Kinder / evtl. Enkelkinder. Dazu kommt, Freunde zu haben. Plötzlich hat man Zeit, man nimmt alles ein wenig gelassener. Aber trotzdem geht es ohne Agenda auch im Alter nicht. Während des Tages denkt man, dass man genügend Zeit hat, aber diese Zeit geht sehr rasch vorbei, vor allem wenn man sich für das Leben interessiert. Wenn man z.B. einen Bericht schreibt: gutes Altern , wenn man die Tageszeitung liest, die Börse verfolgt, den PC / iPhone bedient, E-Mails und What’sApp abarbeitet, das tägliche Leben organisiert geht die Zeit so schnell vorbei. Dann am Abend hat die Woche eben weiterhin nur 7 Tage und Sitzungen (Partei/Vereine etc.), das wöchentliche Training (1, 2, evtl. 3 mal pro Woche), Abendessen mit Freunden, Ausgang: Kino,Theater, Konzerte etc. dann Ferien, Ausflüge; Sportveranstaltungen etc. all das muss auch im Alter ein wenig geplant werden. Daher kommt der Spruch: Pensioniert – sorry keine Zeit!!!

Älter werden bedeutet für mich: langsamer werden, reifer werden, gelassener werden, achtsamer und aufmerksamer werden. Meiner Erfahrung nach gelingt dies gut, sofern ich meinen Alltag stets etwas begleite auf der so genannten Meta-Ebene: Ich denke über mich nach, ich denke über mein Nachdenken nach, ich reflektiere mein Tun und mein Lassen. Ich nehme besser wahr – auch wenn mein physisches Sensorium dafür abnimmt. Ich achte auf meine physische Gesundheit (mache täglich Feldenkrais, bewege mich meist als Fussgänger, esse einigermassen gesund,…). Ich achte natürlich erst recht auf meine seelische Gesundheit (meine Vorliebe gilt Literatur, Philosophie, Astrophysik); meine Partnerschaft hilft tagtäglich dabei, erkennender zu werden – auch in diesem Bereich. Gerne animiere ich meine Kurse (Literaturzirkel, didaktisches Coaching), gehe in Konzerte, Filme, Theateraufführungen, pflege meinen (kleinen, aber feinen) Freundeskreis und schreibe verschiedene Blogs, Tagebuch und Texte zum Leben meiner Eltern und zu meinem. Politisch/oekologisch positioniere ich mich eindeutig links, mische mich ein (auf Twitter, zum Beispiel), geniesse auch mal gerne die Leere des Nichtstuns, die ja oft zu einer Fülle an innerlich und äusserlich Geschautem wird. Reisen ist nicht mein Ding, schon gar nicht auf Kreuzfahrten. Älter werden ist für mich also (noch?) kein Massaker , wie Philip Roth es beschreibt, sondern eine Zunahme an Jahresringen, an Kompetenz also auch. Erst recht in Gesellschaft meiner Enkelinnen und meines Enkels; sie fordern die Lebendigkeit ihres Opas heraus!

Gutes Altern heisst, Zeit zu haben für das, was einem wichtig ist und Spass macht. Ich mache gerne Sport und habe in einer Jogging Gruppe ein neues, soziales Netzwerk aufbauen können. Natürlich kommt auch der Sport nicht zu kurz. Hilfreich ist eine gute, robuste Gesundheit. Ich achte auch auf mein Gewicht. Erstens sagen alle Geriater, Übergewicht sei schädlich und das viszerale Bauchfett sei sehr schädlich und zweitens ist es sehr mühsam, überflüssige Pfunde den Berg hochzuschleppen, wenn man mal den Berg hoch rennen muss. Eine zweite Beschäftigung ist das Hüten und der Kontakt zu Enkeln. Ich habe 8 und da ergibt sich immer eine Möglichkeit. Auch habe ich letztes Jahr begonnen, als Blindenguide zu arbeiten. Arbeiten ist vielleicht das falsche Wort, da die Arbeit ehrenamtlich ist. Die Kontakte mit Blinden empfinde ich als sehr bereichernd, da Blinde eine völlig andere Wahrnehmung haben. Die Blinde, die ich einmal pro Woche zwei Stunden lang betreue ist Sopranistin. Auch das ist für mich als Naturwissenschafter eine völlig neue Welt. Inzwischen gehen wir nicht nur zusammen laufen, sondern tausche auch Kochrezepte aus. Was mich sehr erstaunt hat, ist, wie schnell die Blinde SMS schreiben kann. Da wir wir in einem eigenen Haus wohnen und ich eine gute Pension haben, haben wir, zumindest vorläufig, auch keine finanziellen Sorgen. Auch ein wichtiger Aspekt des Alterns. Zusammenfassend möchte ich drei Punkte hervorheben für gutes Altern : Gute und robuste Gesundheit, sozioale Kontakte und ein tragfähiges Beziehungsnetz und keine finanziellen Sorgen. Meine Frau ist auch schon lange pensioniert und zusammjewn geniessen wir unseren Ruhestand. Wir sind nun 43 Jahre lang verheirated und harmonieren gut. Jedes hat so seine Moden und Saumoden, aber wir haben gelernt, damit zu leben.

Hallo, ich bin xx und liess mich vor ca.xx Jahren nach xx Jahren Ehe scheiden. x Kinder. Darum habe ich das Altern alleine, ohne Partner kennengelernt. Nicht einfach zu Beginn, aber eine Herausforderung, die ich sehr bereichernd fand. Da sitzt man dann und beginnt ein neues Leben. Wo soll man bloss anfangen? Zuerst Freiwilligenarbeit dass man etwas Nützliches tut. Darum habe ich xx Jahre lang Schwertstverbrecher in den Gefängnissen betreut. Gleichzeitig habe ich einen Bridgekurs besucht. Es dauert ca. 2 Jahre bis man einigermassen geradeaus spielen kann. Unterdessen spiele ich immer noch und es ist auch für soziale Kontakte wichtig, die ich nach der Scheidung nicht mehr hatte. Nur ein supertolles Verhältnis mit all meinen Kindern und Schwiegerkindern. Enkelbetreuung ist nicht so mein Ding. Da auch jeder Tag eine Struktur braucht, habe ich immer einen Hund als Aufgabe. Er nimmt ca. 2-3 Std. täglich in Anspruch. Viel Lesen, Kreuzworträtsel, Sudoku. Und viel Zeit zu tun und lassen was man will. Einfach herrlich. Das geht natürlich nur mit einer guten Gesundheit, die ich Gott sei Dank habe. Nicht auszudenken, wenn man immobil wäre oder nicht mehr sehen könnte.Das muss schlimm sein. Aber ich bin ein Optimist und sehe eigentlicgh nur das Positive. Auch bei allen Mitmenschen. Weil jededr, absolut jeder hat irgendow einen guten Kern. So kommt man mit allen gut aus. Klar, manchmal braucht es halt ein wenig Gelassenheit, aber die habe ich. Schon fast ein wenig phlegmatisch. Aber Geduld ist meine grösste Stärke und ich bin dankbar dafür. Die braucht es auch, wiel ich vor 2 jahren m ein Auto abgegeben habe und jetzt nur noch Mobility oder ÖV fahre. Aber dadurch ist das Leben viel beschaulicher und langsamer geworden und tut einfach gut.

das Kämpfen für politische Rechte der ältesten lebenden Generation. Ich weiss, dass Junge uns belächeln, nicht mehr für voll nehmen, weil wir nicht mehr im bezahlten Berufsleben stehen. Da spielt wohl auch etwas Neid mit, denn mit der Pensionierung können sich die Alten zurücklehnen und brauchen nur noch das zu tun, wozu sie Lust haben, z.B. die Enkel/innen betreuen helfen, die noch Alteren besuchen und ihnen vorlesen.

Gesundheit ist mir sehr wichtig. Ich treibe deshalb regelmässig Sport. Der Sport vermittelt mir auch vielfältige soziale Kontakte. Soziale Kontakte sind, neben der Gesundheit, auch sehr wichtig. Neben dem bereits erwähnten Sport habe ich acht Enkel, die mit ihren Familien ein weites soziales Umfeld schaffen. Die Enkel aufwachsen zu sehen ist mir sehr wichtig. Neben Enkeln und Sport bleibt nicht mehr sehr viel Zeit. Vor einigen Monaten habe ich begonnen, als ehrenamtlicher Blindenguide zu arbeiten. Auch dies erweitert mein soziales Umfeld. Der Kontakt zu den Blinden geht weit über das Führen hinaus. Einige Blinde haben einen Universitätsabschluss gemacht und sind durchaus auch interessante Gesprächspartner. Natürlich mussauchdie finanzielle Situation stimmen, um die Tätigkeiten, die einem wichtig sind, auch ausführen zu können. Ich meine, Gesundheit, soziales Umfeld und keine drückenden finanziellen Sorgen sibd zentrale Faktoren für gutes Altern. Nicht zuletzt spielt auch eine intakte Ehe mit meiner Frau, mit der ich drei Kinder grossgezogen habe, eine wichtige Rolle beim guten Altern . Die Tage sind sehr ausgefüllt und Langeweile ist völlig unbekannt. Die ist ein weiterer wichtiger Pfeiler beim guten Altern. Man wird, zumindest von den Enkeln, noch gebraucht und so vermeidet man das Gefühl, nur noch auf das Krematorium zu warten.

Gutes Altern – gute Frage? Gibt es das überhaupt? Ist es nicht einfach die letzte Wegstrecke, die uns alle zum Tod führt? Doch, es gibt Unterschiede. Ob ich einigermassen gesund 80 werde und dann innert Sekunden an einem Herzinfarkt sterbe (mein Wunschszenario) oder über Jahre mit vielen Gebresten und schliesslich noch dement und damit für mein Umfeld belastend dahinsieche (möchte ich auf keinen Fall). Aber kann man das wählen? Eigentlich nicht. Höchstens das Ende noch freiwillig einleiten. Daran darf ich ja heute ohne Gewissensbisse denken. Noch vor wenigen Jahren hatte ich das Gefühl, das darf man nicht; wir sind nicht Gott etc. Aber die Frage ist, was kann noch gut sein im Alter. Mehr innere Freiheit – ich kann und darf auch öfters mal was sein lassen. Noch einen Resten Neugier haben. Wenn ich davon nichts mehr spüre, bin ich wohl seelisch tot. Bis jetzt habe ich sie noch ab und zu – darum fülle ich auch diesen Fragebogen aus. Freunde und Familie. Davon habe ich noch etwas, was ich als wichtig empfinde. Aber eher Familie. Freunde habe ich nicht so viele. Und es werden wohl mit der Zeit logischerweise immer weniger. Das macht mir etwas Angst. Ich mache noch in einem Seniorenverein mit und gestalte für die eine Website. Das ist eine Aufgabe, das schafft Inhalt. Aber jetzt bin ich mit 71 noch recht fit und beweglich und noch brauchbar für solches. Was, wenn das auch schwindet. Wir wissen es alle. Es wird nicht einfacher. Und wenn ich darob verzage, versuche ich mich mit der Einsicht zu trösten, dass es für andere noch weit schlimmer ist. Sehr hilfreich ist auch eine gesicherte finanzielle Basis. Wenn man im Migros nur noch runtergeschrieben M-budget Produkte kaufen kann, ist es definitiv nicht mehr lustig. Ach ja, und etwas Liebe und Nähe – es geht kaum mehr um Sex – wäre ab und zu durchaus auch mal schön und nährend. Aber ich habe seit jungen Jahren Angst vor verpflichtenden Bindungen. Das wird sich kaum mehr ändern. Also wie und wo finden? Ab und zu erlebe ich Momente der inneren Zufriedenheit, ruhiges Glücklichsein – selten, aber es gibt sie und ich weiss sie zu schätzen. Horror finde ich den Werbespot von Pro Senectute mit der alten Frau, die in der Gerümpelkammer entsorgt ist – ist wohl öfters Realität, als wir möchten…

Für mich ist gut zu altern, dass ich gesund, körperlich und geistig fit bin. Das bedeutet auch, dass ich positiv denke und immer interessiert, sowie neugierig bin und bleibe. Auch immer in Bewegung bin. Dazu gehört für mich gesunde Ernährung, wie viel Gemüse, Obst und wenig tierische Eiweisse. Das heisst aber nicht, dass man veganer wird. Ich habe fast 10 Jahre Senioren zu Hause und im Heim betreut. Heim bedeutet für mich einfach Endstation. Sehr schlimm empfinde ich Pflegeheime. Wünsche mir, dass ich einfach sehr lange zu Hause gesund und körperlich und geistig fit, bleiben kann. So wie viele meiner Senioren. In meiner Familie konnten fast alle zu Hause sterben. Bis jetzt bin ich fast gesund und körperlich und geistig fit. Gehe auch viel nach draussen, interessiere mich für viele neue Sachen und reise. Auch wichtig finde ich Freunde, Familie (sofern sie noch da ist) und Bekannte. Einfach nicht pessimistisch sein, also vieles negativ sehen. Ich werde nächstes Jahr wieder eine Studienreise machen. Einfach wieder fremde Länder und Kulturen erleben. Weiterhin meine NZZ lesen und manchmal auch einfach ICH sein. Das braucht es auch.

Zuoberst steht für mich die Gesundheit. Nur dann kann man sich an vielen Dingen erfreuen. Für mich ist es auch wichtig, dass ich merke, dass man mich noch gebrauchen kann. Grossmutter Pflichten oder sogar im alten Geschäft nochmals einzelne Aufträge verwirklichen sind das A und O. Fit bleiben im Geist und den Körper ab und zu etwas trainieren gehört zu meiner Aufgabe, dass ich glücklich bin. Ich esse gesund und genug, denke das tut meiner Gesundheit auch gut. Sich für Neues interessieren und nicht immer denken früher war es anders oder besser. So fühle ich mich wohl und bin glücklich, weil ich mit Jungen und Aelteren diskutieren kann. Sich ab und zu was gönnen hilft auch dass man glücklicher und ausgeglichener ist. Hoffe dass ich diese Vorsätze noch lange so umsetzen kann.

Gutes Altern – ja was heisst das wohl? Ich habe viele Menschen altern sehen – gut aber auch nicht zufriedenstellend. Ich habe meine Eltern altern sehen. Sie haben dies beide gut gemeistert. Papa hatte zu Beginn Mühe mit dem Sich Losreissen aus dem berufsalltag. Er hat dann in den alten Tagen noch ein Auto zugetan und dies genossen – mit Mama – solange es möglich war. Mama war immer sehr aufgeweckt, kommunikationsfreudig und auch unternehmungslustig. Sie hat die 11 Jahre ohne Mann fantastisch gemeistert, sie wurde eigenständig und strahlte eine Lebensfreude aus – trotz Beschwerden in den Gelenken.!! Und so wie sie nach einer relativ kurzen Leidenszeit gestorben ist – in Würde – so ist sie für mich ein Vorbild wie ich alt werden kann. Gutes Altern heisst für mich nicht vollkommene Gesundheit, sondern Dankbarkeit und Zufriedenheit über das Vergangene Leben und eine Gelassenheit darauf was noch kommen mag. Dazu braucht es für mich, resp. aus meiner Sicht, In Bewegung bleiben und zwar auf alle Arten: geistig, spirituell, körperlich und in sozialem Kontakt mit Mitmenschen. Gutes Altern heisst für mich auch etwas zurückgeben von meinen Lebenserfahrungen. Mich noch zur Verfügung stellen für Dienste am Andern. Natürlich ist die Kraft und Ausdauer nicht mehr gleich wie in jungen Jahren. Es gibt genügend Nischen wo die Hilfe der älteren Generation noch gebraucht wird. Leider habe ich keine eigenen Kinder und so geht mein Leben so nicht weiter. Das stellt mich vor andere Herausforderungen mein Alter zu gestalten. Gutes Altern heisst für mich auch, dass ich auf andere zugehe, mich öffne für immer wieder Neues. Dazu braucht es auch Unterstützung der Jungen – vor allem in der Technik. Wenn ich geistig gesund bleibe, dann kann ich viel für ein gutes Alter tun – Ich übe mich nun im Verabschieden von der vollkommenen Gesundheit und von der Vitalität und Kraft der Jugend. Wenn das gelingt, dann bin ich hoffnungsvoll für noch einige gute Jahre im Geben und m Nehmen. Und den Humor nicht verlieren. Es hat überall etwas Positives und auch Humorvolles im Leben – auch wenns uns wirklich zwischenhinein schleudert! Danke für die Lebenszeit auf dieser Erde!

Grundlegend ist die Beziehung, Nähe, Zärtlichkeit, Vertrauen zu einer Partnerin, einem Partner. Weil uns die ständige Fragilität unserer Existenz und der Existenz unserer Partner, Freunde, Familienangehörige ständig bewusst ist, lassen sich Begegnungen nicht auf eine spätere Zeit veschieben. Ich bin mir sehr bewusst, dass es nächstes Jahr schon zu spät sein könnte und die Trauer um ungesagte Liebe, nicht gemachte Reisen, nicht ausgetauschte Meinungen tief und anhaltend ist. Für ein gutes Altern ist der Beziehungsbereich zentral. Dazu gehören auch politische Engagements, in meinem Fall für die Grauen Panther Nordwestschweiz, für politisch linke Bewegungen, für Umweltfragen im Hinblick auf meine Verantwortung als früherer Umweltverschmutzer. Wir können dies nicht rückgängig machen, aber uns für die Anliegen der Jungen engagieren. Daneben unterstütze ich meine EnekelInnen und Patenmänner/-frauen, so gut ich kann und nehme Anteil an ihrem Leben. Basis ist natürlich eine relativ altersentsprechnede Gesundheit bzw. die Sorge dafür. So viele Freunde sind vor ihrer Zeit gestorben und ich habe sie verloren. Die Teilnahme an Weiterbildung, etwa an der Gerontologie UZH, Lektür,e Lesegruppe, Chorgesang ist ebenfalls zentral für mein seelisches Wohlbefinden. Im politischen Kontext kämpfe ich dafür, dass andere und kommende Alte genügend finanzielle Mittel für souziale und kulturelle Teilhabe erhalten – des Verhalten unserer politischen Eliten ist eine Schande. Das Gefühl aber der Solidarität mit meiner Kohorte und mit der Gruppe der Jungen verbindet mich sehr stark. Eine der Hauptaufgaben meiner Altersgruppe ist die Vorbereitung auf das Sterben. Und wie immer bei Aufsätzen : zu wenig Zeit – wie für das gesamt Leben.

Gutes Altern früher, als ich noch jünger war, dachte ich, ich möchte uralt und weise werden. jetzt bin ich 72, habe vor 15 Jahren meine Mutter begraben, und steige ein in die Ungewissheit des definitiven Alterns. meine Mutter wurde alt. In ihren eigenen Augen und in der Wahrnehmung ihrer Pflegerinnen im Altersheim in ihrer eigenen Weise gut alt. Bis 90 kerngesund. Vorher, bis 85 noch lachend mit ihren Enkelkindern spielend, auf dem Boden kriechend. Genügsam, sparsam, eine Köchin, der ich jeweils, wenn sie kam, selbstverständlich die Küche überliess. Dann kam sie nicht mehr. Dann vergass sie meinen Geburtstag. Dann sass sie, wenn ich sie besuchte im Altersheim im Rollstuhl, angegurtet, damit sie nicht herausfällt. Warum fesselt ihr sie. Das tut ihr nicht gut! wir können keinen Unfall riskieren. Dann lag sie da, nur noch im Bett. Bitte geben sie ihr keine lebensverlängernden Medikamente. Machen wir nicht. sie liegt ja nur noch da. kann man sie sterben lassen? Unverständnis bei den katholischen Pflegerinnen. an kleinen Regungen merken wir, wie sie sich freut, wenn Sie kommen. Vorerst merke ich nichts. nach 5 Jahren, in denen sie eine Funktion nach der anderen abgibt, – zum Schluss muss man ihr geliertes Wasser einlöffeln, weil sie nicht mehr richtig schlucken kann. Nach diesen 5 Jahren, nein länger war es, habe ich etwas für mich ganz Wichtiges begriffen: Sie, die ein Leben lang bescheiden gelebt hat, die mich so oft geärgert hat mit ihrer Dienstbereitschaft, sie hat diesen langen Abschied gebraucht. Der war stimmig für sie. So hat sie sich im letzten MOment die Zuwendung geholt, die sie ihr Leben lang viel zu wenig bekommen hat. Immer gegeben. Immer hilfsbereit. niemals selbstsüchtig. und was ihr nebenbei gelungen ist: sie hat mich davon überzeugt, dass es sich – für sie – gelohnt hat, ganz langsam zu gehen. sie ist gut gealtert. subjektiv. Und mir das Gefühl von Frieden vermittelt. nie zuvor hätte ich es für möglich gehalten, dass ich meiner Mutter für diese letzte Periode so dankbar sein werde.

Der Timer ist gestartet und ich habe fünfzehn Minuten Zeit um meine Gedanken fliegen zu lassen! Es ist erst die sechste Woche in diesem neuen Jahr und ich freue mich sehr, dass es mir heute gut geht und ich mich fit fühle um an dieser Studie teil zu nehmen. Letzten April hat es mich unerwartet wie vom Blitz getroffen: ich wurde sehr sehr krank, bösartige Zellen wimmelten in meinem Bauch und den heissen Sommer 2018 verbrachte ich mehrheitlich im Spital, in der Cehmotherapie oder krank daheim. Gottseidank haben mein Mann und ich ein gemütliches Daheim. seit zehn Jahren wohnen wir in unserer eigenen Wohnung, barrierefrei, in einer guten Umgebung, einem Dorf wo man sich noch kennt und alle Einkaufsmöglichkeiten vorhanden sind. Ich schreibe, krank, wie vom Blitz getroffen, doch wenn ich es mir genau überlege, hat mich mein Unterbewusstsein doch darauf vorbereitet. In wirren Träumen habe ich bestimmt ein gutes halbes Jahr immer wieder von extremen Erlebnissen geträumt….. ich wusste nicht wie oder wo diese einzuordnen wären. Ich machte mir Gedanken darüber ob es einem von unseren erwachsenen Kinder und deren Familie wohl nicht gut geht…… Doch eben: nun kann ich wieder vorwärts schauen, ich muss will soll mir Mühe geben einfach wie letztes Jahr positiv durch zu stehen und nun zu Kräften zu kommen. Ich freue mich von vielen guten Menschen getragen zu werden, ganz viel habe ich meinem Gross Kind Noah, elf Jahre alt gelernt: Grosi: du schaffst das hat er mir mal am Telefon gesagt. nun, so schnell verfliegen fünfzehn Minuten, ich könnte noch lange weiter schreiben, aber nur noch von viel vielen herrlichen Erlebnissen, die ich zum Beispiel als Begleitperson im Kindergarten erlebte: Drei Generationen in einem Klassenzimmer…… das macht Mut und erleichtert das Älterwerden!!

Ein Freund von mir hat nach meiner Pensionierung gesagt: Du hast alles richtig gemacht! Ich habe ein Kind das gerade 20 Jahre alt geworden ist und eine Frau die 13 jahre jünger ist. Eine Wohnung die mein Budget nicht überfordert und ein Auto. Ich kann endlich das machen was ich immer schon machen wollte, habe eine gute soziale Umgebung. In meinem Beruf wurde ich gefordert, dass ich froh war den 65 zigsten erreicht zu haben. Ich habe mich immer interessiert für Jazz-Musik Bebop und Videofilm selber machen. Nun kann ich das alles richtig studieren und an Workshops evt. an Konzerten benutzen. Videos mit eigenen Kompositionen in Bild und Ton ins Internet zu stellen. Körperliche Bewegung wenn ich mir neue Bilder hole aus der Natur. Da ich Naturverständnis pflege und ich mich mit dem Leben beschäftige, (ohne religiösem Hintergrund) kann ich evt. einen kleinen Beitrag leisten, da die heutige Politik nicht gerade freundlich damit umgeht. Geld ist nicht so wichtig, aber die Gesundheit ist das wichtigste was man braucht um in dieser Phase keine Langeweile aufkommen zu lassen. Das wichtigste aber denke ich, ist eine Tätigkeit, ein Hobby, das einem im ganzen Leben beschäftigt hat, neben dem Beruf, um jetzt die schon erworbenen Fähigkeiten endlich zu optimieren theoretisch und praktisch.

xMein bisheriges Leben habe ich in Zyklen von jeweils 15 Jahren unterteilt. 0-15 Jugend: nicht sehr glücklich, ohne Liebe und mit dem Gefühl, nur zum Arbeiten, sprich mithelfen im elterlichen Betrieb geboren worden zu sein. 15-30 Lehrjahre: guten Beruf gelernt, sollte eigentlich akademische Laufbahn einschlagen, was ich aber aus Trotz nicht wollte. Der Beruf hat mir aber viel Freude bereitet und ich habe diesen erfolgreich ausgeführt im In- und Ausland. 30-45 Jahre: Ehe mit zwei Kindern und dem Vorsatz, alles besser zu machen als meine Eltern, was mir in Bezug auf Liebe zu den Kindern gelungen ist, nicht aber zum Partner. Es folgt die Scheidung. 45-60 Wiedereinstieg im Berufsleben: sehr harte Zeit mit zwei pubertierenden Kindern und Neuausrichtung im Beruf, da Einzug des CAD und Computers. Mit Erfolg geschafft. Ab 55 (ohne meine Kinder) konnte ich mir meine aufgeschobenen Träume wie Reisen, div. Sportarten und selbstbestimmtes Leben wieder verwirklichen. 60-72: Start ins Rentneralter und Neuorientierung im Singleleben. Vom Alter erwarte ich eine sichere AHV und Rente, meine hart erkämpfter Genossenschaftswohnung behalten zu können und meinen gewohnten, bescheidenen Lebensstil weiterführen zu können. Ich schätze sehr, dass mir die Bildung offen steht und bemühe mich fleissig an der Volkshochschule nachzuholen, was ich an Wissen mangels akademischer Bildung versäumt habe. Ich betreibe auch regelmässig Sport und bin mit meinem Gesundheistszustand sehr zufrieden. Als Single möchte ich unabhängig und selbständig altern können. D.h. weiterhin allein wohnen und den bescheidenen aber beglückenden Lebensstil weiterführen zu können. Besser als momentan gibt es nicht. Ich bin rundum zufrieden und möchte weiterhin am aktiven Leben in allen Teilen mitmachen können. Die Türen stehen weit offen dazu, ich will sie auch in Zukunft nutzen und mein Wohlergehen pflegen.

Gutes Altern bedeutet für mich, stets im Kontakt mit anderen Menschen in meiner Umgebung, Stadt/Gemeinde/Wohnhaus etc) zu sein. Dass es dazu natürlich auch meine Initiative braucht, ist mir klar. Dies bedingt, dass ich kommunikativ bin, ein gewisses Mass an Extrovertiertheit besitze und problemlos auch mit fremden Menschen in Kontakt komme, zum Beispiel auf der Strasse oder in einer Warteschlange. Es bedeutet auch, dass ich, sofern ich alleine lebe, Mittel zur Verfügung habe, die mir erlauben, jederzeit mit jemandem in Kontakt zu treten, also Natel, Telefon, Lap-top etc. Es fällt mir schwer, mir vorzustellen, in einer Wohngemeinschaft (Alters-WG etc.) zu leben, da ich sehr gerne alleine lebe, mich gut alleine beschäftigen kann – und auch eine gewisse nicht lösen kann – ja, und damit in eine schwierige Situation kommt. Je nach Schweregrad des Problems stellt sich ja dann die Frage, ob man sich damit abfinden kann oder sich wohl oder übel ein anderes Zimmer/Wohnung suchen muss. Gesundes Altern bedeutet für mich auch gesundes Kochen/Essen, d.h. viel Gemüse/Obst und sehr wenig Alkohol. Schön wäre es, in einer Gruppe von 3-4 Personen wechselnd zu kochen und zusammen zu essen und zu plaudern. Dazu müsste man sich aber gut verstehen. Gesund sind auch Spaziergänge, Natur, im Wald den Vögeln zuhören. Wichtig sind für mich auch die Museeumsbesuche, Kino, Gespräche zu einem bestimmten Thema, Vorträge an der Uni, Ausstellungen etc. Nicht zu vergessen Geschwister, Familie, die man regelmässig sehen sollte.

Körperlich fit und unversehrt sein. Soziale Kontakte belebend, befriedigend. Keine unerwarteten schlechten Ereignisse. Nur noch sehr wenige Pflichten. Gute Stimmung. Genügend finanzielle Mittel. Schön wäre natürlich zu zweit, beide gesund und geistig rege. Gute Wohnverhältnisse. Intakte familiäre Beziehungen. Dieser Text entspricht nicht der Mindestlänge, meint das Feedback. Aber wenn einem nichts mehr einfällt? Ich kann doch nicht die ausstehenden Zeilen mit blabla füllen. — Bis hierhin ist der Text erst 1/5 bis 1/6 des zu Verfügung gestellten Platzes, wie um Himmels willen soll der gefüllt werden? Naja, vielleicht muss einfach die Zeit abgewartet werden. Schöne Kleider, Schmuck, schicke Schuhe, hübche Frisur, Besuche bei der Kosmetikerin usw. sind ja nicht mehr nötig/erstrebenswert. Singen lerne ich auch nicht mehr; zum Tanzen fehlt mir der Schnauf. Eine offene Frage ist natürlich auch immer das Wozu? Warum sind 72 nicht genug? Wann ist genug? Horror, wenn das noch 20 Jahre und länger weiterginge. Wenn es nur noch der kreatürliche Überlebenstrieb ist, der einen am Leben hält, ist das schon etwas ärmlich. Die Langeweile wird ja auch nicht kleiner. So, die Zeit ist gleich um. Hätte ich noch viel mehr schreiben müssen?

Zum guten Altern gehört als Grundvoraussetzung, dass man körperlich und geistig gesund ist. Sehr schön ist es, wenn man diese Phase mit einem ebenfalls gesunden Partner bzw. Partnerin erleben darf. Wichtig ist es, wenn man Interessen und Hobbies hat, die man (möglichst mit dem Partner bzw. Partnerin) ausüben kann. Wichtig ist auch die Pflege von Kontakten im Bekannten- und Freundeskreis. Um bis ins hohe Alter und geistig gesund zu bleiben, muss man auch etwas dafür tun. So habe ich ich mir ein körperliches Fittnesprogramm zuerechtgelegt und scheue mich nicht, neue Herausforderungen im Rahmen verschiedener Freiwilligenaktivitäten anzunehmen. Da die obigen Punkte für mich zutreffen, erlebe ich meine Zeit als Pensionär als eine sehr glückliche Zeit.

gut altern für mich: -aktiv sein zu können mit sinnvollen tätigkeit. – dazu gehört insbs. anderen helfen zu können. – meinen Alltag selbständig gestalten zu können und alles mir wichtige erledigen zu können -nicht allein sein zu müssen, mit partnerin gemeinsam altern zu können – keine krankheiten die obiges gefährden – kontakte mit kinder -und enkelgeneration auch körperlich aktiv sein zu können , wandern, spazieren –

Gut zu altern bedeutet für mich gesund altern. Dass kleinere Gebrechen dazu gehören, ist normal. Sofern sie einen nicht allzu stark belasten, z.B. durch chronische Schmerzen, sollte man ihnen nicht zu viel Bedeutung zumessen. Möglichst gute soziale Kontakte sind wichtig – Partner, Kinder, Enkelkinder. Hüten der Enkelkinder ( Grosi-Generation ) gehört dazu. Einladungen von Freunden und Familie annehmen und diese selbst zum Essen einladen, d.h. Gäste bekochen. Gelassenheit, Vermeiden von Stress wo immer möglich. In Harmonie leben, tolerant sein. Das Leben ist viel zu kurz, um sich ständig mit Schlechtem und Bösem zu befassen. Reisen – bei guter Gesundheit auch Fernreisen; im gebrechlicheren Alter weniger anstrengende und abenteuerliche Reisen. Ein Hobby pflegen, z.B. musizieren. Eine freiwillige Tätigkeit ausüben, sei es Freiwilligenarbeit oder anderes, d.h. für andere da sein. Sport betreiben, auf Bewegung achten, z.B. wandern, Tennis, Gymnastik etc.

GUTES ALTERN BEDEUTET FÜR MICH PERSÖNLICH. ERSTE VORAUSSETZUNG IST DIE GESUNDHEIT,DAMIT VERBUNDEN IST AUCH DIE BEWEGLICHKEIT.SO KANN ICH NOCH ETLICHE SPORTLICHE TÄTIGKEITEN SOWIE MEINE GELIEBTEN BAHNREISEN MACHEN.IETZR IM ALTER FÜHLE ICH MICH IEDOCH IM STRASSENVERKENR,IMMER ÖFTERS UMWOHL,DARUM DENKE ICH ,IN DEN NÄCHSTEN 3 JAHREN DEN FÜHRERSCHEIN ABZUGEBEN,ABER SICHER AUFS EIGENE AUTO ZU VERZICHTEN.DA MIR DIE STRESSIGEN SITUATIONEN AUF DER STRASSE IMMER MEHR VERLEIDEN.ICH GENIESSE ES AUCH,DASS ICH SCHON MIT 60 JAHREN IN PENSION GEHEN KONNTE.DAS SIND FÜR MICH SEHR WERTVOLLE JAHRE GEWESEN,WELCHE ICH SEHR GENOSS ,UND SIE AUCH SEHT VIEL ZUM ALTERN MIT FREUDE GENOSSEN HABE.DA ICH IM BERUFSLEBEN IMMER AUF DER SCHOGGISEITE DES LEBENS STAND,HABE ICH MICH AUCH FÜR DIE FREIWILLIGEN ARBEIT EINGESETZT.BEISTANDSCHAFTEN,IM ALTERSHEIM TANEN MIT SENIORINNEN,UND MENUEVERTEILEN.DIESE ARBEITEN HABEN MICH MIT VIELEN LEUTEN ZUSAMMENGEBRACHT,UND AUCH VIELE INTERESSANTE GESPRÄCHE WURDEN GEFÜHRT.ICH HABE GESEHEN,DASS VIELE LEUTE IM ALTER ZU VEREINSAMEN DROHEN,UND FÜR IEDES WORT UND INTERESSE AN IHREM LEBEN DANKBAR SIND.ICH GEHE VIEL AN DIE SENIORENTANZNACHMITTAGE,UND SO KOMMT MAN IMMER WIEDER ZU VIELEN NEUEN KONTAKTEN,UND DAS FINDE ICH SEHR WICHTIG IM ALTERUNGSPROZESS.ABER MAN MUSS HALT AUCH VON SICH AUS ETWAS UNTERNEHMEN,SONST VEREINSAMT MAN RELATIV SCHNELL.UND DIE VEREINSAMUNG MÖCHTE ICH VERMEIDEN.ICH BIN AUCH DER MEINUG ,DASS DAS VEREINSLEBEN AUCH EUNER VEREINSAMUNG ENTGEGEN HÄLT,DADURCH BIN ICH AUCH NOCH IN EINIGEN VEREINEN MITGLIED.WOBEI IN DEN VEREINEN LEIDER AUCH EINE ÜBERALTERUN STATTFINDET,WEIL KEINE JUNGEN MITGLIEDER MEHR EINTRETEN,DAHER RATE ICH DEN JUNGEN IN DEN VEREINEN MITZUMACHEN,DEN EINE MITGLIEDSCHAFT NÜTZT AUCH DEN JUNGEN ,WENN SIE MAL INS RENTENALTER KOMMEN WERDEN.ICH GENIESSE NUN MEINE FREIHEIT,UND FREUE MICH SEHR DARAN.

Gutes Altern heisst für mich: – den Lebensrucksack auspacken und die gemachten Erfahrungen für den Lebensrest nutzen, auch wenn erlebte Traumata bisweilen ein wenig viel innere Einsamkeit bescheren. – jeden neuen Tag geniessen und Neues kennen lernen und weiter lernen, z.B. Sprachen, neue Gesellschaftsspiele, aber eben auch weitere Erfahrungen sammeln etwas Sinnvolles tun z.B. durch Freiwilligenarbeit mit Dementen – aktiv bleiben in jeder Beziehung bei Sport, Spiel , vor allem aber nie nachlassen im eigenen Tun; keine Trägheit zulassen. – gesund bleiben und dafür soviel als möglich selber Sorge tragen in Bezug auf das Essen (selber kochen), körperliche Betätigung und was mir besonders wichtig ist: Autonomie im Leben und Sterben, soweit letzteres möglich ist. Verwandte habe ich keine mehr, Partner auch nicht mehr – alle sind verstorben. Umso wichtiger sind für mich Aktivitäten in den verschiedensten Bereichen, nur wie gesagt, es fehlt ein vertrauter Gesprächspartner, wohl auch durch als Kind erlebte Traumata ist es für mich eher schwierig – und im Alter erst recht – Vertrauen zu jemandem aufzubauen. Aber insgesamt finde ich mein LebensALTER wunderbar und möchte auf keinen Fall in irgend einem Punkt zurück. Wichtig und hilfreich ist dabei für mich auch eine wunderbare, selbst geschaffene Wohnatmosphäre sowie die Möglichkeit mit dem eigenen Auto den Ort zu wechseln und ein Ferienbudeli aufzusuchen. Und schliesslich sehe ich es auch als Vorteil, auf niemanden Rücksicht nehmen zu müssen, tun und lassen zu können, wonach mir gerade der Sinn steht, auch wenn das mitten in der Nacht oder zu einer für Normalos unmöglichen Zeit ist.

Gut zu Altern bedeutet für mich, dass ich mich darauf einlasse dass ich mich verändere, ohne dass ich dabei ungute oder negative Gefühle entwickle. Mit Veränderungen meine ich nicht nur körperliche, sondern auch jene der geistigen, seelischen Veränderungen. Zusätzlich gibt es auch Veränderungen im sozialen Bereich. Am wichtigsten ist mir als Alleinstehnde, dass ich die noch vorhandenen sozialen Kontakte mit der Familie, mit Freund*innen, Bekannten pflegen kann. Dazu gehört vor allem eine gute geistige Verfassung, also keine grosse Demenz oder nicht mehr wissen wie und wem ich telefoniere, wer ich treffe etc. Ich überdenke auch oft meine körperlichen Veränderungen. Dabei zu akzeptieren, dass gewisse Aktivitäten nicht mehr oder in einer andern Form wahrgenommen werden müssen, geht nicht einfach so auf die Schnelle. Dabei immer ein positives Gefühl zu behalten braucht meinerseits oft einige Anläufe und dabei gibt es auch Tage wo es mir nicht so gut geht. Ich bin froh, dass ich einen Teil meiner beruflichen Tätigkeiten in einem Bereich ausüben konnte, wo körperliche und geistige Einschränkungen teilweise lebenslang zum Alltag gehörten, dabei lernte ich, dass ein solches Leben trotzdem ausgefüllt und zufrieden verlaufen kann. Deshalb ist für mich nicht die körperliche Gesundheit das Wichtigste, sondern die seelische Ausgewogenheit mit einem Alltag zufrieden zu sein, auch wenn die Gesundheit nicht mehr so gut ist wie ich mir das wünsche. Ich bin froh in einer Stadt zu leben, wo es neben vielen kulturellen Möglichkeiten auch viele Angebote gibt die mich bei Bedarf unterstützen könnten. Schon heute darf ich im Garten auf die Unterstützung meiner Enkel zählen.

Auch im Alter möchte ich jeden Tag etwas Neues dazulernen können.Mein reiches Leben ,reich an Erfahrungen ,Bekanntschaften, Wissen und Gefühlen,möchte ich weiter pflegen können.Bewegung ist mir wichtig, alles im Leben ist Bewegung,Schwingung, in den Gedanken und Gefühlen.Mir ist es wichtig ,endlich wieder lesen zu können,ein Buch, ohne grosse Unterbrüche. Die Jahre der Arbeitszeit haben mich sehr beansprucht und persönliche Wünsche blieben oft auf der Strecke .Im Alter möchte ich wieder mehr Zeit für mich haben ,meine Zeit ausnützen können und alle diese Dinge tun für mich die ich früher für die Menschen in meiner Umgebung getan habe.Ich habe immer dafür gesorgt,dass es den Menschen die mir anvertraut waren gut geht ,in meinem letzten Lebensabschnitt habe ich den Wunsch ,mich um mich kümmern zu können,dass es mir gut geht und ich Niemandem zur Last falle,Nicht meiner Familie, nicht der Gesellschaft.Ich möchte noch soviel Wissen,noch lange nicht sind alle Fragen beantwortet die ich gespeichert habe.Am traurigsten ist für mich ,dass man mit zunehmendem Alter dafür kämpfen muss ,dass man ernst genommen wird ,mitreden darf, gebraucht wird. Mein ganzes Können ist nichts mehr wert,es wird erwartet alles für lau zur Verfügung zu stellen. Mich um alles selber zu bemühen.

Ich bin schon ziemlich alt (xx) und hatte bisher Glück, dank guter Gesundheit und gutem Umfeld auf gutem Weg Richtung gutem Altern zu sein. Aber ich weiss, dass es auch anders kommen kann. Jederzeit, täglich. Dann hoffe ich, dass ich genügend Flexibilität und Kraft finden werde, mich den Umständen anzupassen. Gesundheit ist bestimmt zentral für ein gutes ALtern. Man kann schlicht viel mehr machen, wenn man gesund ist. Man ist unabhängiger. Nach der Pensionierung kann man vieles, was während des Berufs- und Familienlebens nicht möglich war, unternehmen. Ich meine nicht nur Reisen. Ich habe z:B. ein Bed & Breakfast begonnen, das macht unheimlich Spass. Menschen aus der ganzen Welt kommen zu mir. Ich durfte den Betrieb aufbauen, einrichten, muss organisieren. Viele neue Tätigkeiten kamen auf mich zu. Genau dies, Neues erleben, neue AUfgaben anpacken machen für mich ein gutes Leben aus. Nicht nur ALtern. Ist denn Altern soviel anders als Leben? Man muss sich anpassen im ALter, lernen mit Gebresten zu leben – aber auch junge Menschen müssen sich an Situationen äussere oder innere Einschränkungen anpassen. Vielleicht bedeuten die neuen Herausforderungen bald einmal Krankheit, Invalidität. Ich hoffe, dass ich auch diese akzeptieren und damit umgehen kann. Trotzdem leben und an der Gesellschaft teilnehmen kann. Teilnahme ist wahrscheinlich genau so wichtig wie Gesundheit. Soziale Kontakte, in erster Linie mit der Famile aber auch darüber hinaus. Man kann lernen sich an kleinen DIngen zu freuen.

Ich bin xxJahre alt und lebe alleine, das heisst wenn man meinen Hund nicht zählt. Mein Mann ist vor gut x Jahren gestorben und meine zwei Söhne verheiratet mit eigenen Kindern. Ich bin viel alleine. Am Anfang war das schwierig, heute habe ich mich daran gewöhnt. Am liebsten würde ich in einem Haus leben, in dem es eine gemeinsame Küche gibt und einen gemeinsamen Aufenthaltsraum. Wenn man Lust hat, kann man andere Leute treffen, unkompliziert, spontan und wenn man alleine sein will, zieht man sich in die eigene Wohnung zurück. Eine Art WG. Gut zu altern bedeutet für mich weniger allein sein. Mehr Nähe, Die andere Variante wäre einen neuen Lebenspartner zu haben, doch auch hier nicht dauernd, sondern je nach Bedürfnis, manchmal zusammen, manchmal nicht, wieder so fast WG mässig. Das ist meine Wunschvorstellung.

Gutes Altern hat für mich viel zu tun, meine Unabhängigkeit und gute Gesundheit zu behalten. Wenn es möglich ist eben auch etwas dafür zu tun. Ich bin 73 Jahre, gehe ins Fitness zu einem Personaltrainer, der auf meine Schwachstellen eingeht und Übungen macht, um diese zu stärken. Ich mache Dinge, die mich freuen, bin ich zwei Chören, habe seit einem Jahr Gesangsstunden, die eine grosse Herausforderung sind und mir auch Spass machen. Dann bin ich immer noch aktiv in meinem Beruf und suche immer wieder der Situation entsprechend eine Aufgabe. Ich denke gerade Herausforderungen, die einem auch etwas Angst machen, ob man der Vorstellung auch genügt, sind wichtig, um wach und mutig zu bleiben. Das gibt auch Energie, vor allem, wenn es auch gute Resultate gibt. Ich brauche immer wieder von Zeit zu Zeit geistige Herausforderungen. Neugierig sein, geistig Anteilnehme auch mit jüngeren Menschen und Verständnis entwickeln für Dinge, die einem auch nicht mehr so geläufig sind. Meine Mutter ist mir ein gutes Vorbild. Bis zu ihren 94 Jahren war sie immer interessiert an allem, hat regelmässig Zeitung gelesen und vor ihrem Tod alles gut geregelt. Es ist ein Vorteil, wenn man schon in jungen Jahren interessiert ist an der Umwelt und bestimmte Themen auch vertiefen mag. Für mich ist es schwer vorstellbar körperlich nicht mehr fit zu sein, ich befürchte, dass ic dann nicht mehr viel Energie hätte für Neues. Deshalb ist es für mich existentiell wichtig, Dinge zu machen, die mich fordern und auch Freude bereiten. Die finanzielle Unabhängigkeit ist natürlich auch ein grosser Segen, wenn man nicht jeden Rappen umdrehen muss, wenn man auch ins Theater oder auf eine Reise gehen kann. Auch wenn man ein gutes familiäres Umfeld und Freunde hat, mit denen man sich wohl fühlt.

Jeder Tag ist eine neue Chance: aus dem Bettsteigen können, seinen Tag frei gestalten und sich freuen am Dasein. Viele Sorgen fehlen, die früher das Leben schwierig machten. Wichtig ist nicht, wie alt man ist, sondern wie man sich fühlt: Fit sein, keine gesundheitlichen Beschwerden ertragen zu müssen, das ist ein Geschenk, dessen ich jeden Tag bewusst bin. Die Beruflichen Verpflichtungen hinter sich lassen, ohne jedoch nichts zu tun. Viel Abwechslung bringen Gelegenheitsarbeiten wie Bus-Fahren, Benevol-Verpflichtungen im Altersheim, Singen im Chor, Gesangsstunden einzeln, Hilfsgütertransporte nach allen Ländern in Osteuropa mit einem 40-Tönner – das macht Spass, gibt Wertgefühl und Lebensberechtigung. Es dar nicht sein, einfach das Leben auszusitzen es braucht immer Inhalt und daraus die Befriedigung am Dasein! Ein Rentnerleben will gestaltet sein. Wie sollte es denn anders sein als früher? Wir suchten immer nach dem Sinn und fanden ihn in der Arbeit. Heute gebe ich mir den Sinn selbst mit oben beschriebenen Aufgaben, die ich mir selbst stelle, die mich fordern und die mir ein gutes Gefühl geben. Sehr wichtig ist doch auch, irgendwo dazu zu gehören – nicht nur zu Hause isoliert zu sein. Da geht es nicht um gemeinsames Biertrinken, sondern gemeinsam etwas zu leisten, für andere, denen es nicht so gut geht. Das macht Freude und erweitert den geistigen Horizont enorm. Die Partnerschaft bekommt auch einen neuen Stellenwert: Fürsorge für einander und erfüllendes Zusammensein sind wichtig. Auch gemeinsame Projekte, ohne jedoch den Partner nicht auch seinen Weg gehen lassen. Zusammen kommen nach einer Trennungszeit und sich austauschen ist bereichernd. Hobbies ergänzen den Lebenslauf positiv. Heute habe ich Zeit dazu, früher ging das nur so am Rande. Das Fahren mit alten Postautos die 60 Jahre und älter sind, erfüllt mich mit Freude und Stolz, vor allem das Erfahren, dass das noch geht! Dazu braucht es eben auch die Gesundheit, und die wird einem nicht geschenkt: turnen jeden Morgen seit über 30 Jahren, 2 x Fitness die Woche im Studio, jeden Tag einen Spaziergang von einer halben Stunde und mässiger Umgang mit Essen und Getränken tragen dazu bei. Den Rest kann ich nicht beeinflussen, das ist eben auch ein Geschenk des Lebens! Auch der Geist muss gepflegt werden: am Leben teilnehmen, à jour zu bleiben in Politik und Weltgeschichte gehören auch dazu sowie das Nichtvergessen der Millionen Menschen, denen es weniger gut geht und die ein menschenunwürdiges Leben leben müssen. Der Umgang mit den Enkeln erfüllt mit viel Freude und zeigt uns andere, junge Perspektiven des Lebens und regt ebenfalls zum Denken an. Sie sind unsere Zukunft, unsere Freude, sogar ein Bisschen Stolz ist noch dabei! Das darf doch wohl sein.

Ich bin über 70, männlich, kinderlos und getrennt lebend weil meine Frau nicht scheiden will. Das Altern ist grundsätzlich eine Belastung. Aussehen, Leistungsfähigkeit, Ausdauer, Gesundheit, Sexualität, alles nimmt ab. Das mag weniger belastend sein, wenn man in einer intakten Beziehung ist, aber als single hat man das Gefühl, wieder da zu stehen und anfangen zu müssen, wo man in jungen Jahren noch gute Chancen hatte. Die jetzige Auswahl an Seniorinnen ist mehrheitlich wenig appetitlich und auch bezüglich Lebenserfahrung enttäuschend. Die Vorstellung einer intakten Partnerschaft, speziell am Lebensabend mit viel Freizeit, Gemeinsamkeiten und ausreichenden Finanzen, um gemeinsam zu geniessen, habe ich in meinem Leben nie in Frage gestellt. Jetzt wäre es möglich, aber die richtige Partnerin habe ich nicht, und einen Neuanfang zu finden wird immer unwahrscheinlicher und mühsam und frisst meine Zeit weg. Da dominiert ein Gefühl der Einsamkeit und das wirkt blockierend. Selbst gute Gesundheit wird nicht als wertvolles Geschenk wahrgenommen, sondern ist sozusagen Voraussetzung für die erneute Balz. Ich empfinde das alles als ziemlich frustrierend und blöd. Man hat auch das Gefühl in einigen Aspekten versagt zu haben. Und damit es mir trotzdem nicht zu wohl wird, darf ich mich nächstens noch mit meiner Scheidung herum schlagen.

– Regelmässige sportliche Betätigung ist ein wichtiger Faktor für das Wohlbefinden; nicht nur bei schönem Wetter, sondern täglich während des ganzen Jahres. Es ist egal welche sportliche Tätigkeit, es muss Spass machen und darf nicht den Körper überforder

Älter werden heisst für mich auch reifer und damit zufriedener zu werden. Man verliert nicht mehr so schnell die Contenance, lächelt über eigene Fehler und über die Fehler anderer. Nun hat aber auch endlich Zeit für das, was man schon immer machen wollte: endlich mal das Buch zu schreiben oder zu lesen über das Thema, das einem schon immer beschäftigte, endlich mal ohne Zeitdruck in einem anspruchsvollem Chor mitsingen oder eine schwierige Etüde am Klavier einzuüben, einfach so. Oder stundenlang an seiner Modelleisenbahn herumzutüfteln, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben. Oder, jemandem helfen, ohne dabei auf die Uhr schielen zu müssen. Herrlich: Nachhilfeunterricht für Schüler, Schülerin und Studenten, Studentinnen, die so völlig ratlos zu einem kommen, hilfesuchend, es nicht checken , und dann, das erfreute Aha , das Strahlen der Augen zu sehen, wenn die blöde Mathe-Rechnung tatsächlich aufgeht, und das aus eigenem Wissen! Aber, ich kann natürlich auch leicht reden: Mit 73 Jahren noch völlig gesund, keine Pillen und Sachen, mit sehr gutem Schlaf gesegnet. Das ist natürlich schon die halbe Miete . Wichtig ist es auch, gute Freunde zu haben, Menschen, mit denen man wirklich ehrlich offen reden kann. Dann kommt auch noch Haus und Garten, zwei Sachen, in denen man sich austoben kann. Mann kann hämmern und bohren , seine Kreativität (sofern vorhanden) ausüben. Wenn man dann auch noch, wie ich, nach 46 Ehejahren über alle Ohren verliebt ist, ist es eine sehr schöne Zeit, vielleicht sogar der schönste Zeitabschnitt im Leben.

Gut zu altern bedeutet, dass meine geistige und körperliche Gesundheit sehr wichtig sind. Ich möchte weiterhin meinen Hobbys nachgehen, wandern können ohne körperliche Einschränkungen, lesen, was immer mich interessiert, tun und lassen, wonach mir der Sinn steht, ohne Rücksicht auf andere nehmen zu müssen, Reisen unternehmen und dabei Land und Leute kennenlernen. Ich will wissen, was sie bewegt, an gerade diesem Ort zu leben und zu bleiben, ob sie damit glücklich oder zumindest zufrieden sind. Das ganze bedingt natürlich eine gewisse finanzielle Freiheit, also ein Einkommen, mit dem sich auskommen lässt. Soziale Kontakte sind mir nicht so wichtig, wenige wirklich gute Freunde zu haben bedeutet mir mehr, als z.B. an Seniorenveranstaltungen teilzunehmen mit Leuten, mit denen ich ausser dem Alter nichts gemeinsam habe. Gutes Altern bedeutet mir auch, absolut autonom zu bleiben, mit mir allein zufrieden zu sein, meinen Bedürfnissen und Träumen nachzugehen. Wenn ich abhängig werden sollte, also pflegebedürftig oder in meiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden sollte, geistig nicht mehr gefordert werden würde, würde ich dieses Leben beenden.

Alter? Alter! So viel wurde über Alter geschrieben, nachgedacht, studiert, ….. Alter für mich, das heisst älter werden, das heisst aber auch gebrechlicher werden, ruhiger werden, verständnisvoller werden, weiser? werden. Sofern es die Gesundheit zulässt, ist altern ein sehr schöner und spannender Teil des Lebens, eine Möglichkeit, viele Facetten des Lebens neu kennen zu lernen. Für mich ist es wichtig, meine Erfahrungen^, mein Wissen, etc. Weitergenen zu können. Ich habe so viel gelernt in meinem Leben, dass ich gerne auch wieder möglichst vieles weitergeben möchte. Ich habe sehr viel Glück gehabt, vielleicht hat es ja auch mit mir zu tun? Ich habe eine gute Beziehung, ich habe eine gute Familie, ich habe gute Bekanntschaften. Meine/unsere 3 Kinder haben ein eigenständiges Leben aufgebaut, haben aber auch wieder sehr gute Beziehungen und neue Familien gegründet. das beruhigt sehr und macht mich auch stolz. Meine Frau hat ein selbständiges Leben, das finde ich sehr wichtig. Es würde mich sehr einengen, wenn meine Frau und ich alles gemeinsam tun wollten. Eine eigenständige Ausrichtung, eigenständige und persönliche Engagements sind für mich sehr wichtig. Und ich denke, dass das für ein glückliches Leben sehr wichtig ist. Ich betätige mich sehr stark mit fremden Kulturen, mit Flüchtlingen. Das gibt mir einen weiten Horizont, und gerade mit jungen Leuten aus verschiedenen Kulturen macht es mein Leben sehr interessant. Dafür kann ich auch mein Wissen aus meiner Berufserfahrung sehr gut einsetzen. Fragen betreffend Tod beschäftigen mich immer wieder. Doch ist diese Frage nicht mehr so wichtig für mich, da ich bis jetzt ein gutes und zufriedenes Leben geführt habe. Ich hoffe natürlich für mich, von schweren Krankheiten verschont zu bleiben, und versuche, mein Leben zuhause möglichst lange leben zu können. Ich wünsche das auch möglichst vielen Leuten, und hoffe auf ein friedvolles Leben auf der Welt..

Als gutes Altern würde ich in erster Linie bezeichnen, dass ich körperlich und geistig gesund bleibe. Da meine Mutter an Alzheimer erkrankt war und ich 10 für sie gesorgt habe, steht diese Krankheit natürlich auch bei mir immer im Vordergrund. Ich weiss, was es bedeutet dement zu sein und es macht mir eigentlich keine Angst. Was ich mir wünsche, dass ich mir dann einen Pflegeplatz selber aussuchen kann, wo ich liebevoll betreut werde. Gutes Alter bedeutet auch, dass ich mich aufgehoben fühle in meiner Familie. Das habe ich in den letzten Jahren schmerzich vermisst: ich bin geschieden und fühle mich manchmal sehr, sehr einsam. Ich habe mir Mühe gegeben mich an einem neuen Ort mit all meinen Eigenschaften einzubringen. Im Moment bin ich nicht auf einem schlechten Weg. Was mir noch Sorgen macht, ist meine finanzielle Situation. Wenn man keine finanziellen Sorgen hat, ist das Alter sicher besser zu bewältigen. Ich wohne in einem Einfamilienhaus mit Garten. Jetzt ist die Situation noch ganz gut zu bewerkstelligen, doch was wenn ich das nicht mehr kann. Ich habe 3 verheiratete Kinder, die sich nicht gross darum kümmern wie das weitergehen soll. Ich denke ich werde dann zu gegebener Zeit dahin ziehen, wo ich mich möglichst wohl fühlen werde. Meine Kinder wohnen alle mehr als 2 Studen Autofahr weg. Natürlich würde ich mir schon wünschen, dass sich das eine odere andere dann um mich kümmern würde, doch fordern kann man das nicht. So möchte ich möglichst unabhängig bleiben. Vielleicht muss ich auch mein Haus noch so verändern, dass ich auch mit zunehmendem Alter mit Hilfe alleine noch hier leben könnte. Einen genauen Plan habe ich leider noch nicht. Vielleicht wäre auch eine Möglichkeit jemanden ins Haus zu nehmen, der mir bei meinen Defiziten dann hilft. Gutes Altern bedeutet für mich auch, dass ich mit meinem gelebten Leben zufrieden bin. Trotzallem – ich hoffe, dass mir das gelingt.

 Gutes Altern ist eigentlich immer verbunden mit dem englischen Spruch Feeling of being wanted . Hat man dieses Feeling , als Baby, als Kind, als Teenager , als Schüler/Schüllerin, als Studerende oder Studerender un später im Beruf, ist auch die Pensionierung eine Befreiung. Man findet nach der Pensionierung all das, was man vorher vielleicht schmerzlich vermisst hat: Reisen, Freiheit der Entscheide, gewisse Distanz, alles gewachsen in einem Leben von Feeling of being wanted oder, und auch das ist zwar schmerzlich, aber prägend, Feeling of NOT being wanted . Man reift. Mit fiel das besonders auf als ich im letzten Semester meines Studiums – lang, lang ists her – eine Arbeit schreiben musste über Erst- und Zeitsemestrige an unserer Uni. Faszinierend, sich selber von damals in den Jugendlichen wieder zu finden, die Hoffnungen, die Ängste, die Nöte, die Emotionen zu sehen und zu erleben, die man als Erst-Symestriger auch mal hatte. Dann festzusteöllen, wie man durch die vielen Symester reift, nachdenkliche wird, im Urteil vorsichtiger, bewusster. Natülich gehört zum Reifen auch, wie gesagt, das Negative, mit dem man sich auseinandersetzen muss, besonders auch dann, wenn es einem nicht passt. Matk twain schrieb dazu eine herrlich eErkennnis: Mit 14 jahren war ich darüber empört, dass meine Eltern so unermesslich dumm waren. Ich schämte mich deswegen fürchtelich, regte mich auf. Mit 24 jahren staunte ich, was meine Eltern doch inden letzten zehn Jahren dazugelernt hatten! Diesess bonmot sagt eigentlich sehr viel aus: Ein Jugendlicher will die Welt aus den Angeln heben, ein Älterer will nur die Angeln etwas schmieren damit es beim Öffnen und Schlissen der Türe nicht mehr so quitscht und damit auf die Nerven geht, ein Pensionierter lässt die Türe einfach immer offen, Problem erledigt. Ein sehr grosser Faktor der entwicklung zum Alter ist das der Enttäuschung: Schon als Kind muss man lernen, dass das, was man sich so sehr gewünscht hat, nicht immer das Glück bedeutet, wenn es erfüllt wird. Wilhelm Busch schrieb dazu: Du hast einen Wunsch, einen grossen, und er wird dir erfüllt. Aber gib Acht, ein Wünsch, der ist erfüllt, bekommt augenblicklich Junge. Auch halte ich es im Alter mit der Erkenntnis eines Egmonts in Goethe: Wie von unsichtbaren Gesitern gepeitscht gehen die Sonnenpferde der zeit (also die Tage) mit unserem Schicksals leichtem Wagen durch. Und uns bleibt nichts, als, mutig und gefasst, die Zügel festzuhalten und vom Steine hier, von Sturze dort, die Räder wegzulenken. Wohin es geht? Wer weiss es, weiss man doch kaum, woher man kam! Dann auch – und das sei mir gestattet, lernt man das Altern im 1. Korinth 13: Als ich ein Kind war, dachte ich wie ein kind, redete wie einKind… hin zu Es bleiben Glaube, Liebe Hoffnung – und die Hoffnung, ausgerechtnet die Hoffnung – ist die Stärkste Eigenschaft. Sie hilft und durch alle Hindernisse des Altwerdens, von Kindheit an bis zum Tode. Nur: Jüngere können das oft nicht begreifen, wie der Korinth ja feststellt. Man muss etwas erlebt haben, um darüber zu sprechen. ich lachte im Ausland immer über die, die Heimweh hatten, ja, mit Tränen inden Augen. Dann, plötzlich, traf mich das Heimweh: Ich war drei Tage krank, ass nichts, trank kaum etwas, wollte nur heim . Die eine Hälfte meines Hirnes sagte dauernd: Du hast es doch gut, du spinnst Die andere Hälfte meines Hirnes wollte aber das nicht hören, wollte einfach heim, ja auch ohne Koffer. Vielleicht ist das Altwerden so am besten umschreiben: Unverständlich, aber von jedem erlebt. Natülich gehort zum Älterwerden auch die gesundheit: Nicht jeder heisst Roger Federer und kann in einem solchen Alter noch solche Bälle schmettern. Aber, auch er wird seine Grenzen noch kennenlernen, das ist sehr sicher. Das Alter wird ihm den Tennisschläger aus derHand nehmen. Bleiben tun dann noch Erinnerungen und Stolz.

ja, ich möchte auch gut altern. und wenn ich etwas dazu beitragen kann, versuche ich es zu machen. z.B. gebe ich mir Mühe, mich gesund zu ernähren. Manchmal esse ich Zuviel Schoggi, da versuche ich kein schlechtes Gewissen zu haben. es gehört dazu. Und zum gut altern gehört für mich auch Zufriedenheit. Läuse, die mir über die Leber kriechen, nicht mehr Beachtung zu schenken, als unbedingt nötig. Hingegen setze ich mich mit vielen Themen auseinander, die mich interessieren. Für mich sind im Moment Klima-Themen und Themen über Alterserscheinungen wichtig. Ich habe immer so gelebt, dass ich mich wohl fühlte. Und habe gelernt, mich für mich zu wehren. ich habe auch gelernt, nein zu sagen. Heute, nachdem ich Zeiten durchlebt habe, in denen es mir nicht sehr gut ging, bin ich froh, dass es so lief. Ich akzeptiere meinen Weg mit allen Schieflagen und denke, dass ich mit dieser Durchsetzungskraft dazu beigetragen habe, dass ich psychisch und physisch gesund bin. Und ich bin zufrieden. Es ist nicht gut, allein zu sein. Ich lebe allein, bin aber regelmässig mit Freunden zusammen. Ich laufe viel, bin Wanderleiterin, ich mache Musik, ich lese viel, ich unternehme viel. Und dies ist mein bewusster Beitrag an mich, mein Alter angenehm, gesund und abwechslungsreich zu gestalten. Gutes Altern muss vielleicht auch gelernt werden. Oder vielleicht muss gutes Altern im Rückblick auf das Leben erkannt, und wenn es mir nicht gefällt, korrigiert werden. Ich werde hoffentlich mit jedem Jahr etwas gescheiter, habe mehr Erfahrung, kann aus Erfahrungen besser lernen und kann auch erkennen und zugeben, ob ich etwas gut oder nicht so gut gemacht habe. Gutes Altern heisst für mich, dass ich zufrieden bin mit dem, was ich habe. Mit dem was ich gemacht habe. Mit dem, wozu ich noch in der Lage bin zu machen und zu haben. und wenn ich mal krank bin (zum Glück bin ich bis heute gesund), bin ich hoffentlich so stark, dass ich geduldig darauf warten kann, wieder gesund zu werden, oder Gebresten anzunehmen, die ich nicht mehr behandeln kann. ich werde mich also weiterhin anstrengen, mein Leben so zu gestalten, dass es mir nicht langweilig wird, dass ich aber trotzdem soviel Müssiggang einbauen kann, um genug Zeit zu haben. ich möchte mich, damit ich gut altern kann, mich auch so mit dem Tod auseinandersetzen, dass ich ihn wenigstens annehmen kann, wenn es Zeit ist, dass ich keine Angst habe, loszulassen. Meine Kinder sind erwachsen und brauchen mich nicht mehr, ich könnte gehen, möchte aber jetzt selbstverständlich noch nicht. Mir gefällt das Leben, darum altere ich gut.

Gerne beantworte ich Ihre Frage, gutes Altern ist wie ein vierblättriges Kleeblatt mit solidem Stengel der im Wind des Lebens balanciert. Die vier Blätter bestehen aus 1. Soziel eingebunden sei, 2. der guten Gesundheit,3. der finanziellen Stabilität und 4. den relevanten Zielen und Aktivitäten. Da ich sehe, wie schnell der Timer läuft, hier zuerst zum Stengel, der das Ganze balanciert: die Stimmungen und das Wohlbefinden werden stank aus der Frage, wie gehe ich mit dem nahenden Tod um, beeinflusst. Also wichtig, dieser Tatsache nachzugehen, ernst zu nehmen, Wo ich bin, ist der Tod nicht, wo der Tod ist, bin ich nicht. Epikur. Dazu gehört, die letzten Dinge zu regeln…. Zum 1. Blatt, Familie zu lieben, den Umgang mit meinem Partner zu pflegen, die Freundinnen zu treffen… 2. Blatt, auf die Gesundheit zu achten, kein Übergewicht, mehr Sport als in der Jugend, … 3. selbsterklärend 4. Pläne zu schmieden, ich will noch C 1 im Spanisch erreichen, das ich mit der Pensionierung angefangen habe… Ich Reise alleine u mit meinem Partner im Camper, fahre täglich Velo, manchmal Auto, auch den 3,5 t Camper. Alles i allem geniesse ich das Alter extrem u freue mich jeden Tag daran, ich erachte es als wunderbares Geschenk, als Gnade…

dER sTART IN MEIN lEBEN hat nicht gut begonnen. Zur grossen Enttäuschung meiner Mutter, war ich kein Mädchen. Neben meiner Schwester war ich immer der Nichtsnutz aus dem nie etwas wird. Mit dieser Basis habe ich eine Lehre absolviert als bester der Klasse. Das Ziel Meisteer zu werden, startete mit der Meiserschule. Es folgte deine Geschäftsführung und bald später die Übernahme. Mit 55 erfolgte die Nachfolgeregelung und die Zuwendung zum Hobby, dem Hochseesegeln. Mit meinem Schiff segelte ich die Karibik hinauf und runter. Jeweils 6-8 Wochen am Stück. Nach 17 Jahren verkaufte ich das Schiff. Dies unter dem Aspekt loslassen wenn es am schönsten ist. Die Ziele seither richtete ich darauf aus, das zu tun was mir Freude macht und anderen Leuten dient. Das ist auch jetzt mit 74 Jhren noch so. Das bei bester Gesundheit. Wahrscheinlich verdanke ich meine gute Gesundheit dem, dass ich keinerlei Ratschläge über gesundes Essen und Trinken etc. befolge. Ich geniesse das was mir Freude macht. Die Familie ist bei sehr wichtig Das ausgezeichnete Verhältnis zu meiner Gattin und dem Sohn bereichert mein Leben täglich. Mein Ziel von Unabhängikeit auch finanziell habe ich vollständig erreicht. Mit meiner Wohnliegenschaft mit 16 Wohnungen gibt es oft etwas zu tun. Die Lieben Mieterinnen und Mieter geben mir zu verstehen, dass sie meine Dienste schätzen. Es ist sehr erfreulichfestzustellen, dass ich nicht zu den bösen Vermietern gehöre. Die Gedanken an meine Jugendzeit sind nicht weggeflogen, aber unter dem Moto, was mich nicht tötet macht mich stark, bin ich durchs Leben gegangen. Ich darf sagen erfolgreich die Aufgaben bewältigt. Mir geht er rundum gut und ich bin zufrieden mit meinem Leben..

Da ich ein Bewegungsmensch bin, bedeutet es für mich vor allem körperlich gesund und leistungsfähig zu bleiben. Dafür setzte ich ziemlich viel ein. Als erstes gehe ich sicher einmal im Tag Sport betreiben und bin mit 2 gleichaltrigen Studienkollegen in einer Wandergruppe in der wir einmal im Jahr eine anspruchsvolle Mehrtageswanderung machen. Ich lebe zusammen mit meiner Partnerin in einer komfortablen 4 1/2 Wohnung. Die Partnerschaft ist mir sehr wichtig und nach meinem Dafürhalten muss miteinander auf Augenhöhe zusammen gelebt werden, womit ich meine Es muss sowohl Zeit für gemeinsame Unternehmungen, wie auch für einen selber geben. Nun wäre es nicht gut, wenn nur die körperlichen und die partnerschaftlichen Anforderungen stimmen. Auch die gesistige Fitness soll trainiert und erhalten werden, dafür mache ich auch viel. So gehe ich in einen Sprachkurs für Spanisch auf einem ansprechenden Niveau und bilde mich auch in anderer Beziehung weiter. Des weiteren kann es nach meiner Meinung nicht nur um mich selber und um meine Partnerin gehen, ich denke das Zusammenleben in der Nachbarschaft und in der Gesellschaft liegt mir sehr am Herzen. Vor allem die Tendenzen der Politik in der Schweiz der letzten dreissig Jahre und neuerdings auch weit herum in Europa und in anderen Ländern gibt mir schon sehr zu denken. Ein liberale und weltoffene Politik wäre für mich schon äusserst wichtig. Unsere Abkapselung, die inzwischen salonfähig geworden ist fürhrt nirgends hin. Es braucht

Das wichtigste Gut im Alter ist die Gesundheit verbunden mit der Lebensqualität. Alles Geld nützt nichts, wenn man schwer krank ist und nur noch vor sich hinsiecht. Wichtig ist aber auch das soziale Umfeld. Viele vernachlässigen dieses wegen Karrieredenken etc. und merken erst später, dass sie fast keine Kontakte mehr haben. Gute Bekanntschaften und Freundschaften müssen gepflegt werden, das merkt man erst richtig nach der Pensionierung bei der viele in ein Loch fallen. Man muss sich aber auch Gedanken machen, was fange ich mit der vielen Freizeit an, die mir dann zur Verfügung steht. Ich habe mich entschieden an verschiedenen Orten Freiwilligenarbeit zu leisten und bin damit glücklich und zufrieden. Was selbstverständlich auch eine Rolle spielt sind die Familienbanden. Man hat nun auch Zeit, seinen Hobbys zu frönen, sich weiterzubilden, was auch im Alter wichtig ist. Alt ist man dann, wenn man an der Vergangenheit mehr Freude hat als an der Zukunft. Wichtig ist auch, dass man sich nicht nur mit Oldtimern umgibt, sondern auch den Kontakt mit den Jungen sucht. Der Generationenkonflikt darf kein Thema sein. Wenn ich gefragt werde wie alt ich sein wollte wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte sage ich immer 65. Alles was ich nun mache ist kein müssen mehr sondern ein dürfen. Ich geniesse das Leben beständig, denn man ist länger tot als lebendig. Ich bin nicht wohlhabend, habe aber letzten Endes genug Geld um meine Bedürfnisse zu befriedigen. Geld war für mich noch nie zuoberst auf der Prioritätenliste. Zu viel Geld verdirbt nur den Charakter. Ich vergleiche mich viel lieber mit allen, die wenig oder gar nichts haben. Neid und Eifersucht sind für mich Fremdwörter. Ich bin ein zufriedener und glücklicher Mensch.

Gut zu altern bedeutet für mich, weiter das Leben zu gestalten, gerade nach der Berufstätigkeit. Für mich war es wichtig, über die Pensionierung noch zu arbeiten. Hätte ich im Alter von 65 Jahren jegliche Berufstätgikeit aufgeben müssen, wäre das für mich sehr schwierig gewesen. Doch einige Jahre später konnte ich aus innerer Freiheit die Berufstätigkeit aufgeben. Heute mache ich spontan noch Aushilfe. D.h. ich kann selber entscheiden, ob ich einen Auftrag ausführen möchte oder nicht. Von dieser Seite her bin ich voll zufrieden und glücklich. Aber das Ältersein hat ja noch andere Aspekte. Ich war geschieden, heiratete aber nicht mehr. Wichtig für mich ist, dass ich in einer Beziehung leben kann. Ich denke, die Einsamkeit ist im Alter ein Problem, d.h. ich möchte nicht vereinsamen, ich kann aber auch Zeit alleine verbringen. So ist es für mich wichtig, hie und da alleine auf Reisen zu gehen (meine Partnerin ist gesundheitlich sehr eingeschränkt.) Doch Halb- oder Ganztagesausflüge und bequeme Ferien machen wir gemeinsam. Für mich ist es aber wichtig, eben alleine zu verreisen. Wichtig im Alter ist es auch, dass man Aufgaben im Haushalt aufteilt, nicht stur, aber flexibel. Wichtig ist auch für mich die Beziehung zu meinen Kindern. Ich bin aber kein Babysiter, die Kinder leben weit auseinander, aber ich tendiere auch nicht, Kinder zu hüten. Trotzdem habe ich ein gutes Verhältnis zu meiner Familie. Ich gehe gerne E-Bike fahren (alleine) und ins Termalbad. Wichtig für mich ist auch, mein Gedächtnis nicht zu vernachlässigen. Gehirnjogging und ein Musikinstrument spielen und täglich kurze Turnübungen zu machen. Ich beschäftige mich auch sehr mit der Sinnfrage des Lebens, mit Tod und Unglück (Bücher lesen). Oft ist mir der Glaube dabei eine gute Stütze. Schön ist es natürlich, wenn man noch gesund ist. Das bin ich und so erleichtert sich vieles im täglichen Leben. Aktiv lese ich die Zeitung (Politik etc.) und schaue auch TV (Nachrichten, Sport und Unterhaltung). Mich interessiert, was andere Menschen denken. Auch die Sexualität ist im Alter wichtig.

Gut zu Altern heisst für mich: Ich bin in einer Umgebung wo es mir wohl ist, das heisst, im besten Fall habe ich eine Familie in de Nähe, die mir wohlgesinnt ist, Kinder die ich ab und zu betreuen darf, die mir etwas aus ihrem Leben erzählen und denen ich etwas erzählen darf. Noch älter werden als ich jetzt bin, erhoffe ich, dass ich kleinere, wenn nötig, Hilfeleistungen erbitten darf ,z.B wie schwere Einkäufe für mich machen. Es heisst aber auch, dass ich gesundheitlich meinen Alltag selber oder mit Hilfe der Spitex führen kann. Es heisst auch, dass ich mit meiner AHV und den Ergänzungsleistungen mir ab und zu einen kleinen Luxus leisten kann, wie ein gutes Glas Wein, einen Ausflug, Freunde zum Essen einladen kann. Es heisst auch, wenn nötig, eine gute ärztliche Versorgung, oder Mahlzeitendienst, ev. auch mal ein Autotaxi für Fahrten ins Spital oder ähnlich

Gutes Altern, ich bin jetzt demnächst 74 Jahre alt, sehe jünger aus, fühle mich auch jünger, bin aber zufrieden mit mit meinem Alter. Mein Lebenlang war ich immer aktiv-suchend, habe viel gelernt und lerne noch heute. Ich denke, Neugierde und Lernen ist ein wichtiger Anteil, um gut zu altern. Ich war 44 Jahre verheiratet, als mein Mann 2012 starb. Auch wenn ich ihm nach aussen gerne den Vortritt gelassen habe, war ich doch selber ständig aktiv und hab geschaut, dass ich Dinge, die mich interessieren auch ausgeführt habe. Erst mit dem Abschluss meines Studiums und Erfahrungen im Ausland konnte ich mich mit 37 Jahren für ein Kind entscheiden und heute bin ich sehr froh, dass meine Tochter da ist, auch wenn sie natürlich ihren eigenen Weg geht. Geistig war ich immer aktiv, seit einem Jahr schreibe ich für eine online Zeitschrift, wieder eine neuer Beruf, eine Herausforderung. Ohne Herausforderungen wäre das Leben langweilig. Ich bin froh, dass diese Herausforderungen sich bis jetzt auf der geistig-mentalen Eben abspielen und nicht gesundheitlich. Ich sorge insofern dafür, dass ich seit langem Fitness mache, mehr oder weniger auf die Ernährung achte, mich mit alternativen Heilmethoden auseinandersetze, aber auch mit der konventionellen Medizin. Mein Hobby Singen in Chören hat sich insofern vertieft, als ich seit zwei Jahren Gesangsunterricht nehme und fasziniert sehe, wie sich die Stimme auch im Alter weiterentwickeln kann. Das ist nicht nur intellektuell, sondern auch auf der physischen Ebene erkennbar, es ist wie Fitness für die Stimme, zudem gibt Singen immer eine gute Laune. Wenn es mir nicht so gut geht, dann übe ich meine Singlektionen, die ich immer mit dem Handy aufnehme. Dann bin ich wieder heiter. Schon meine Mutter war eine sehr aktive Frau bis ins hohe Alter. Sie ist mit 95 Jahren geistig hellwach gestorben, insofern ist sie für mich ein Vorbild.

Also gut zu altern bedeutet für mich vor allem zufrieden zu sein, mit dem was ich bin und was ich habe. Hoffnungsvoll in die Zukunft zuschauen. Dankbar zu sein für alles was ich habe, auch wenn es nicht so viel ist. Am Wichtigsten ist mir vor allem, dass es mir wohl ist in meinen vier Wänden und dass ich in Frieden leben kann mit meinen Mitmenschen, mit mir selber und mit Gott. Und dass ich eine Beschäftigung habe die mir Freude macht, mich ausfüllt und mich befriedigt. Es ist mir eine grosse Freude wenn ich viele Freunde habe und vielen helfen kann im sozialen Bereich. Wenn ich eine Aufgabe habe, die mich erfüllt. Vor allem wenn ich jemandem in irgend einer Weise helfen kann. Wenn ich meine Tage so verbringe dann fühle ich mich gut und wohl und das hellt meine Stimmung auf. Da ich körperlich gesund bin, kann ich einiges unternehmen, das mir Freude macht. Schwimmen oder Velofahren . Aber sobald irgendwo Schmerzen auftreten der mich daran hindert ist es nicht mehr so leicht. Aber bis jetzt ist alles gut. Ein starker -Rückenschmerz den ich vor ein paar Jahren hatte ist mit Physio-Therapie vollständig verschwunden und darum bin ich sehr dankbar. Da ich lange im Ausland (Südamerika) war lernte ich Geduld zu üben in vielen Sachen, und so bin ich sehr geduldig mit mir und mit Anderen. Der Tod meines Mannes half mir viel selbständiger zu werden wozu auch meine Kinder mitgeholfen haben. So bin ich nun sehr zufrieden mit mir obwohl ich alleine lebe.

gutes Altern bedeutet für mich: wach sein, zuhören können, Gedanken mit anderen Menschen teilen, aber auch gehört zu werden, Teilnehmen an Stadt- und Weltgeschehen, an Schicksalen anderer Menschen, meiner Freunde, meiner Familienmitglieder. ich möchte mitmachen können, wo ich will, einfach aufhören dürfen ohne Erklärungen dafür abgeben zu müssen, wobei mich leider immer noch meine Erziehung häufig hindert. das wäre auch ein Kriterieum guten Alterns: nicht mehr die elterlichen Stimmen zu hören, mich einfach von meiner erlebten Erziehung losreissen zu können. gebraucht werden als Mensch, Grossmutter, Freundin. von Erfahrungen zehren und diese vorsichtig weitergeben können, wenn danach gefragt wird. das Wissen, dass die höchsten unüberwindbar erscheinenden Berge eines Tages kleiner werden oder gar ganz verschwinden, auch wenn man im Moment nicht daran glauben kann. Aktiv bleiben, neue Aufgaben anpacken, selbst dann, wenn sie einem zuwider sind. der Triumph nach getaner Arbeit und die Stärkung des eigenen Selbstbewusstseins ist eine gute Sache, sie mag vielleicht andere Menschen stören. Denn jede bewältigte Aufgabe macht mich persönlich stärker. Kleinigkeiten geniessen, die goldenen Herbstblätter, ein Spüaziegang mit dem Hund und dessen Blick, ein gemeinsames Spiel mit den Enkeln macht mich glücklich. Die grössere Unabhängigkeit von Meinungen anderer über mich ist nicht zu verachten. Leider kann ich mich von den häufig schlechten Launen meines Partners noch nicht lossagen und auf den Boden drücken, obwohl ich eher optimistisch und gut gelaunt bin. meine Familienaufgaben sind fertig, ich könnte jeden Tag von der Welt abtreten ohne Baustellen zu hinterlassen. Das erleichtert mich sehr. wichtig für mich sind weiterhin körperlich Unabhängigkeit, vor allem muss ich mich vom Fleck bewegen können, selbst das Auto liebe ich, obwohl dies heute gar nicht in ist, trotzdem fahre ich gerne so wie ich auch gerne zu Fuss gehe. ohne diese Möglichkeit bin ich sehr unglücklich, was ich feststellen konnte, wenn ich mal wieder einen Knochen gebrochen hatte. aber dies wird nach und nach auch weniger häufig der Fall sein, was mich nicht besonders stört.

Gutes Altern ist für mich ein Weg zur Ruhe, zur Gelassenheit, zum Glück. Dieser Weg wurde für mich dadurch begünstigt, dass ich während meiner ganzen 76 Jahren von schlimmeren Schicksalsschlägen verschont geblieben bin und dass auch das für mich äusserst wichtige familiäre Umfeld immer sehr gut funktionierte. Die früheren mich stark beeinflussenden Belastungen – vor allem beruflicher Art – konnte ich recht gut meistern und bin heute in einem Zustand, wo die einzige Belastung noch die ist, meiner Frau aus dem Migros die richtigen Tomaten nach Hause zu bringen. Zum guten Altern gehört auch unbedingt, aktiv ein weitläufiges soziales Umfeld zu pflegen, das Garant ist für Abwechslung, interessante Begegnungen und einem auch ein Gefühl gibt, für andere auch interessant zu bleiben. Man sollte zudem in allen Lebensphasen neugierig bleiben, neue Gebiete erforschen, lebenlanges Lernen ins äusserst wichtig. Für mich auch ein sehr bedeutsamer Aspekt ist, dass man auch die Bedingungen des Alters positiv akzeptiert und in die Rolle einer älteren Person hineinwächst. Es hat keinen Sinn, verpassten Gelegenheiten nach zu trauern, es hat keinen Sinn, Aktivitäten anzugehen, die im Alter nicht mehr möglich sind oder zum Alter nicht mehr passen.

Gesundes Altern tönt schon mal gut, nur jeder versteht wieder etwas anderes dabei. Schauen wir mal was uns krank macht heute ? Es sind die oberflächlichen Bekanntschaften, die vielen Neuigkeiten von denen wir nicht wissen was richtig, ehrlich und vernünftig ist. Eine Ueberflutung des Menschen mit fake news, alternative news, zu viel elektronische Mitteilungen, dafür zu wenig persönliche Gespräche, Bekanntschaften. Natürlich ist die Gesundheit wichtig, denn ohne diese können wir an vielem gar nicht teilnhehmen, profitieren, also tun wir etwas in diese Richtung, entweder allein, in einem Verein oder in einem Fitnessclub. Wir sollten natürlich auch kognitiv etwas unternehmen, wie uns an den Studien der UZH beteiligen. Hier ergibt sich eine grosse Befriedigung, denn man ist Teil der Gessellschaft und man kann gutes tun. Weiter lese und recheriere ich viel, denn ich besitze über 3’000 Bücher, die ich noch nicht alles gelesen habe. Allein die Weltgeschichte von Winston Churchill hat etwa 35 Bücher und 20’000 Seiten, die ich aufmerksam lese und das Wichtigste notiere. Meine Frau ist verstorben, aber ich habe noch meinen Sohn, dem ich tatkräftig beistehe, wo immer ich kann. Wir besuchen uns regelmössig, auch seine Freundin. Ich bin im Vorstand der Wirtschaftsorganisation Forum in Weiningen, Zürich. Ebenfalls im Vorstand der Kulturorganisation FreiRaum in Weiningen. Wir organisieren Ausflüge, Vorlesungen und lehrreiche Events und meistens kommen da ältere Personen, ausser wenn es darum geht, Schockolade zu testen sei es bei Frey oder Munz oder…Dies versüsst das Leben der Menschen und bringt Freude. Ich bin auch Mitglied einer Bibelgruppe, keiner Sekte, und wir treffen uns regelmässig und lesen und legen die Bibel aus und probieren im Leben dies so gut wie möglich umszusetzen. Ich schenke meine Zeit auch Menschen die ich noch nicht kenne in unserem Dorf, führe lange gespräche mit ihnen. Nachbarliche Beziehungen sind nicht so intensiv aber trotzdem herzlich. Ich gehe auf Menschen zu und versuche sie mit einem Lächeln einzufangen. Ich habe auch viele Brieffreundschaften in der ganzen Welt und so schreibe ich täglich Briefe und tausche Informationen aus und erfahre, wie die Kulturen so unterschiedlich sind – es erstaunt einem immer wieder. Reisen planen und reisen, wenn das Geld vorhanden ist,

Ja, was heisst „gutes Alter?“ es ist eine Tatsache, dass man die Dinge nicht mehr so schnell erledigen kann wie früher. Wenn ich also Besuch zum Essen einlade, muss ich für die Vorbereitung mehr Zeit einplanen. Na und? Ich hab ja Zeit und es macht immer noch Spass mit Freunden zu plaudern. Was hat sich sonst noch verändert mit dem Alter? Gute Freunde sterben oder werden sehr krank. Das hinterlässt Lücken, die nicht mehr zu schliessen sind. Und dann wird man auch anspruchsvoller und vielleicht auch kauziger. Mir sind nur noch die Freunde wichtig mit denen ich mich wirklich austauschen kann – über Politik, Migration, nationalismus und Populismus, künftige Entwicklung am Arbeitsplatz etc. (oder Hobbys wie Bücher, Theater).Es darf durchaus kontrovers diskutiert werden, aber es gibt immer wieder Standpunkte, die so diametral meinen entgegen stehen, dass ich (oder die anderen) diese Freundschaften einschlafen liessen und das ist für alle Beteiligten gut so. Ich glaube, dass ich als jüngere Frau weniger ultimativ und viel toleranter reagiert hätte. Schön am älter werden ist, dass man fast keine Verpflichtungen hat. Wenn ich sehe, wieviel und wie stressig das Berufsleben meiner Töchter ist, wie viel verlangt und auch als selbstverständlich angesehen wird, muss ich sagen, dass wir die „glücklichenGeneration“ sind. Wir mussten uns keine Sorgen um unseren Arbeitsplatz oder die Altersvorsorge machen, das ist heute leider nicht mehr der Fall. Schön am Alter ist auch, dass sich die Kinder öfter melden und man zusammen etwas unternimmt, sei es Kino, Konzert oder auch Ausflüge. Nicht so schön am älter werden, sind die körperlichen Beeinträchtigungen, mal ziept es hier, mal ziept es da. Ich spreche jetzt nicht von wirklich kranken Menschen, sondern von mir zum Beispiel, die Schmerzen in den Knien hat usw. und wie man mit diesen kleineren Wehwehchen umgeht, ist entscheidend, wie man sich fühlt. Man kann einen Schmerz annehmen und sagen: du gehörst halt nun zu mir“, dann tut es weniger weh und ist nicht immer präsent. Was ich auch noch ganz wichtig finde, ist interessiert und offen zu bleiben. Nehmen wir beispielsweise die klimadebatte: da demonstrieren Kinder. Wahrscheinlich wissen sie nicht genau, warum sie da stehen, trotzdem wird sie diese Erfahrung ein Leben lang begleiten und sie für Probleme und Ungerechtigkeiten sensibilisieren. So, und jetzt fällt mir so auf die Schnelle nichts mehr ein.

Ich verhalte mich gerne so, wie ich aufgewachsen bin (wie ich es gelernt bekommen habe (soziale Richtlinien). Ich hatte in der Jugend viele Freiheiten, die möchte ich auch im Alter haben und leben. Ich biete meine Dienste freiwillig gerne anderen Leuten an ( gegen einen Kaffee ), solange ich dazu körperlich und geistig in der Lage bin. Was mir schwerfallen würde, ist verzichten auf autofahren (habe alle LKW-Ausweise, aber niemand gibt mir in meinem Alter einen heutigen hochtechnisierten LKW, he he). Deshalb fahre ich als Springer Schulbus und Behinderten Transport (bis 6 Tage/Woche), und erhalte dafür viele positive Rückmeldungen. Wie auch für meine Allrounder-Angebote in Haus und Hof (Garten, mechanische, elektronische Flickarbeiten, PC, Räumungen – mit eigenem Werkzeug-Set) mit meiner Firma Chumm-mer-z’Hilf (nur via Mund zu Mund für Bekannte, bzw. Bekannte von Bekannten …). Andererseits war ich in der Jugend oft in Lagern (Höhenkolonie wegen Asthma, Pfadilager), sodass ich mir gut vorstellen kann, in ein Altersheim zu gehen, speziell, wenn es dort sogar ein Musikzimmer und einen Werkstattraum gibt, wie im Konradhof Winterthur (meine Eltern). Aber immer, indem ich meine Freiheiten nutze (eigene Kochnische im Zimmer, z.B.). Wichtig sind mir auch soziale Kontakte, weshalb ich momentan eine Zusammenkunft ehemaliger kirchlicher Jugendgruppen-Mitglieder organisieren helfe, eine Zusammenkunft 50 Jahre Tech-Abschluss einberufe, und mich als Helfer für das PFF Stäfa 2019 Pfadi Folk Fest angemeldet habe (total 7 Tage auf-/Abbau, Shuttle Fahren). Was mir effektiv fehlt ist meine Frau, von der ich seit bald 8 Jahren depressionsbedingt (sie) getrennt lebe (leben muss, um nicht selbst kaputt zu gehen . Das passt uns beiden nicht, aber eben … Im übrigen ist meine Lebensbilanz positiv, trotz der Versch… familiären Situation, was mich zufrieden macht (obwohl ich innerlich darüber weine)

Gutes Altern Sensibilisiert für das Thema als Selbstbetroffene stösst man überall auf Klischees, Ratschläge, Ratgeber seriöser und banaler Art, wie gutes Altern gelingt. Am besten ist es, sich erst einmal frei zu denken, von all diesen Empfehlungen. Älter werden ist zwar ein universelles Phänomen, aber doch ein sehr individueller Prozess. Was gilt für mich persönlich: Älter werden akzeptieren, was nicht heisst, alles klaglos hinnehmen. Nicht resignieren, bei der Erkenntnis, dass nicht mehr alles möglich ist, was man sich mal vorgenommen oder erwünscht hatte. Offen sein für Neues, ausprobieren, Dinge tun, die vielleicht jetzt erst möglich sind. Sich darauf einstellen, dass sich mit dem Eintritt in den Ruhestand, die persönliche Situation und das Umfeld radikal ändern. Nach wie vor wird man in unserer Gesellschaft über die Leistung definiert. Ich habe einen interessanten Job, also bin ich. Eine gute Voraussetzung, wenn man rückblickend sagen kann, ich hatte eine spannende und erfüllende berufliche Laufbahn, habe Anerkennung erfahren, war mir aber bewusst, dass sich die Situation nach der Pensionierung radikal ändert. Verarbeiten muss man es trotzdem. Wenn man bereit ist, sich auf andere Betätigungsfelder einzulassen, öffnen sich viele Türen. Im Freiwilligenbereich, seine beruflichen und persönlichen Erfahrungen weitergeben zu können, ist sehr befriedigend. Gibt einem zudem das Gefühl, dass man der Gesellschaft etwas zurückgeben kann, das auch (im besten Fall) angenommen wird. Besonders inspirierend ist dabei der generationenübergreifende Kontakt. Und sonst: neue Freiheiten geniessen: nein sagen, spontan in den Tag hinein leben. Wählen können zwischen Müssen oder Müssiggang. Zeit nehmen zum Lesen, Debattieren, Lernen sich mit den negativen Seiten des Älterwerdens zu befassen und damit umzugehen: bei sich selber und bei anderen. Humor bewahren, nicht mehr alles persönlich nehmen, nicht an der Welt und den aktuellen Entwicklungen verzweifeln. All das kann sich schlagartig ändern, wenn Körper und Geist nicht mehr mitspielen

Für mich bedeutet gutes Altern ein Zusammentreffen verschiedener Punkte. Sicher steht die Gesundheit ganz weit vorne. Wir alle haben mit zunehmendem Alter mehr Beschwerden als in der Jugend. Das ist aber nur ein Aspekt des Alterns. Ganz wichtig scheint mir, auf ein gutes gesellschaftliches Leben zurückblicken zu können, einen schönen und zuverlässigen Freundeskreis zu haben, der uns auch in schwierigen Zeiten tragen kann. Glücklich wer auch im Alter einen Lebenspartner hat. Wichtig ist auch alles das auszuleben, was man schon im Arbeitsalter gerne getan hätte, aber die Zeit dazu nie fand. Im Idealfall dürfte auch die finanzielle Situation einigermassen stimmen, jedenfalls soweit, dass man sich seine Wünsche auch erfüllen kann, natürlich immer im Rahmen eines adäquaten Verhaltens. Ich selbst lebte bis zum Tod mit einem Lebenspartner 35 Jahre lang zusammen im gleichen Haushalt, mit ups und downs wie es in jeder Partnerschaft gibt, aber wir hatten ein sehr erfülltes Leben, reisten viel und hatte beide unsere Hobbies, die uns bereits während der Berufszeit auch erfüllten. Nach dem Tod meines Partners, vertiefte ich mein Hobby Malen, vertiefte meine Fremdsprachen und hatte intensiv Kontakt mit alten und Jungen Menschen, was ich ganz wichtig empfinde, denn beide Menschengruppen sind extrem wichtig, sowohl wie für uns , so auch für die Anderen. Es gibt junge Menschen, die mir Vertraulichkeiten mitteilen und meine Meinung hören möchten. Oft ist es mit meiner Lebenserfahrung ein Leichtes solche Fragen zu beantworten und das ist für beide Menschen dann auch wieder ein Gewinn. Wichtig für mich ist genau das, dass ich im Alter neue Impulse erhalte, über alles mitsprechen kann und eben auch Menschen manchmal helfen kann, wenn sie es wünschen. Auch Alleinsein kann sehr kreativ sein, aber man muss selbst daran arbeiten und vor allem das tun, was uns seelisch im Gleichgewicht behält und Freude macht. Sportliche Tätigkeiten sind natürlich wie in jedem Altersabschnitt auch wichtig, obwohl die automatisch zurückgehen, sei es der Kraft, oder der Gesundhiet wegen, aber auch Spaziergänge sind immer wieder erbaulich für Körper und Geist.

Für das Älter werden braucht es für mich ein gutes soziales Umfeld, für mich ist wichtig die Familie aber auch das Leben mit der Nachbarschaft und das Mitwirken in Vereinen und im öffentlichen Leben. Dies ist eine Möglichkeit nicht in der Vereinsamung zu versinken. Wo und wie man mitmachen möchte sollte man schon vor dem Rentnerleben ins Auge fassen und planen. Wichtig dabei ist für mich auch das Wissen und die Informationen durch Medien was auf der Welt alles passiert und eben auch nicht passiert. Ein gemeinsames Leben in der Familie ist für mich sehr wichtig. Hier können wir einander helfen wenn wir in schlechter Stimmung sind und sonstige Unterstützung nötig ist. Gerne bin ich auch dabei wenn wir unseren jungen Menschen helfen und unsere Erfahrungen aufzeigen können, aber auch sie zu verstehen und helfen ihre Welt auf zu bauen. Um möglichst lange gesund und wohlauf zu bleiben braucht es für mich körperliche Tätigkeiten und Aufgaben welche mich fast alltäglich fordern und interessieren. Dies ist für mich ebenso wichtig wie Wandern und Turnen was aber auch nicht zu verachten ist. Bei den täglichen körperlichen Arbeiten in der Natur kann ich meine Gedanken und Gefühle bestens ordnen und verarbeiten und trägt sicher auch dazu bei gesund und aktiv zu bleiben.

Um gut zu altern, braucht es meiner Ansicht nach 2 sachen: ein intaktes, oder fast intaktes Umfeld sowie einigermassen Gesundheit. vor meiner Pension wurde mir immer gesagt, dass ich den tag strukturieren müsse, sonst sei ich in der Pension nicht glücklich. ich bin jetzt 10 jahre pensioniert und habe vom ersten tag der Pension an bis heute keine absichtliche Struktur in meinen alltag gelegt. es war mir aber bis heute noch nie langweilig, noch wusste ich nicht was tun. selbst Nichtstun gehört doch auch zur Lebensqualität, hatte man dafür während des arbeitsprofzesses keine zeit dazu oder nur mit schlechtem gewissen. es wird mir manchmal vorgehalten, ein buch zu lesen zeuge von mangelnder Beschäftigung. aber gerade lesen macht in vielerlei hinsicht eine gute Lebensqualität aus. man ist ruchig, lernt dazu und regt die fantasie an. Gesundheit ist natürlich auch wichtig, wenn man noch einigermassen aktiv beliben will. bei mir ist die Freizeit neben der Familie geprägt mit museums- und ausstellungsbesuchen sowie Bergwandern mit freunden. auch mit der Familie stehen Wanderungen auf dem Programm, nicht so anspruchsvolle. solange meine Gesundheit es erlaubt, werde ich diese Tätigkeit ausüben, denn es ist schon ein erhabenes gefühl, auf einem gipfel zu stehen und eine Rundumsicht zu geniessen. auch nach einer mehrstündigen Wanderung müde in einer hütte ankommen und die Gastlichkeit geniessen, bedeutet doch Lebensqualität. der Freundeskreis trägt ebenso dazu bei, immer wieder sich auszutauschen und mit etwa gleichaltrigen die mühen und nöte des Älterwerdens zu besprechen. die Fasnacht in Luzern begleitet mich schon fast 60 jahre und gibt mir immer wieder anlass, meine Hirnzellen für die Schaffung von kreativen Figuren zu animieren. dass ich dieses Hobby mit meiner frau und meiner Enkelin geniessen kann, macht mir ganz speziell Freude. grundsätzlich muss man nicht weit fortgehen, um seinem alter einen sinn zu geben, denn vor der Haustür warten die schönen dinge. zusammenfassend kann ich sagen, dass ich bis heute sehr glücklich bin, wie mein altern bisher abgelaufen ist. mehr kann ich mir gar nicht wünschen, da ich eher ein heimmensch bin und hier in meiner vertrauten zentralschweiz so viel Abwechslung finde, um mich körperlich zu fordern, kulinarisch zu erfreuen und in meinen sozialen Umfeld glücklich zu fühlen. so wie ich es erlebe, wünsche ich es natürlich vielen Personen und mag es von herzen allen gönnen, die das pensionalter erreichen.

Für mich wäre wichtig dass ich nach der Übergabe dass landwirtschaftlichen Betriebes an den Sohn noch ein wenig Anerkennung und Achtung erleben dürfte. Wir (meine Frau und ich) übernahmen einen abgewirtschafteten, verkommenen Betrieb, den wir, neu aufbauen mussten. Investitionen, ohne Eigenleistung 1,6Millionen zu max. 9,6% Zins ,mit Eigenl. über 2,2 Mil. 15, 16 Stundentage, 7 tage die Woche, 35 Jahre ohne Ferien, (aus finanziellen Gründen), und nun muss man Vorwürfen hören wie Dir kam und kommt jeden Scheisdreck in denn sinn oder wir mussten uns genug schämen wegen dir. ( Wir waren nicht keine pünktliche Zahler , wir brauchten Zeit. Wir leben jetzt von der AHV und Ergänzungsleistung. Selbständig erwerbende haben keine obligatorische Pension. Wir steckten alles Geld in den Betrieb Den der Sohn laut Gesetz zum Ertragswert übernehmen konnte. Die erhoffen Ferien und Reisen sind auch jetzt nicht möglich. Diese Äusserungen und Gegebenheiten schmerzen. Dafür machen die Grosskinder und die gute Schwiegertochter Freude

Gutes altern bedeutet für mich, mobil und selbständig bleiben. Bei Bedarf medizinisch gut betreut zu werden damit meine Selbständigkeit und meine Mobilität erhalten bleiben, solange wie möglich. Damit das lange möglich ist bewege ich mich, ernähre mich gut. Nehme am sozialen Leben teil. Arbeite in einem Seniorenrat mit um Einfluss zu nehmen auf die Seniorenpolitik. Soziales Engagement für die ältere Bevölkerung ist mir ein Anliegen und wichtig für die Gesellschaft. Wichtig damit die ältere Bevölkerung und ihre Bdürfnisse ebenso wahrgenommen werden, wie auch die Bedürfnisse von Familien mit Kindern. Engagiere mich freiwillig als Grosi für die Nachbarskinder. Pflege gute Kontakte zu meinem Partner, meinen Kinder, Geschwister, Neffen, Nichten, Nachbarn. Das einvernehmliche Miteinander der Generationen ist wichtig täglich und überall. Miteinander reden, sich gegenseitig wahrnehmen die Bedürfnisse anderer Personen zu respektieren, denn nur so lassen sich Aggressionen vermeiden. Wer mit anderen Personen spricht bekommt von Anderen auch einmal Hilfe angeboten…freiwillig. Jüngeren Personen den Freiraum lassen den sie benötigen ohne sofort übereinander zu schimpfen.

Das älter werden wird einem erst bewusst, wenn die ersten Anzeichen eines leichten körperlichen und geistigen Verfalls sichtbar werden. Das fängt im mentalen Bereich damit an, dass man Wortfindungs-Störungen aufweist und Namen, die eigentlich in der geistigen Festplatte eingeschweisst sein sollten, vergisst. Körperlich sind dies vor allem Verschleisserscheinungen (Arthrose) in den Gelenken. Zum Glück ist dies in meinem alter von 76 Jahren noch kaum der Fall, kann ich noch alle physischen Leistungen wie in früheren Jahren ausüben. Ich bin mir aber immer bewusst gewesen, dass von nichts kommt nichts in grossem Mass für das älter werden gilt. So habe ich bereits früh begonnen, körperlich und geistig zu trainieren und führe dies ganz pedantisch und konsequent weiter. Dreimal wöchentlich Fitness mit Rückenmuskulatur und Bauchmuskeltraining, Beweglichkeit, Stabilität und Gleichgewicht gehören dazu. Im Winter Skilaufen, Wanderungen in den Bergen und Nordic Walking, im Sommer Golf, Bergwandern und ausgedehnte Touren fördern die Ausdauer. Geistig halte ich mich mit Lesen, Sprachen, schwierigen Rätseln und Unterstützung der Enkel im Gymnasialalter fit. Da meine Frau körperlich auf meinem Niveau sich befindet, können wir sehr viele physischen Aktivitäten gemeinsam ausüben, was natürlich auch zur harmonischen Gemeinsamkeit und Partnerschaft beiträgt. Als Zusammenfassung von gut zu Altern würde ich sagen, dass eine gute körperliche und geistige Verfassung dazu beiträgt, die Wünsche, die man vor der Pensionierung für das Alter hat, auch zu realisieren. Das können unter anderem auch ausgedehnte Reisen etc. sein.

gutes Altern bedeutet für mich, in meinem Stil weiterleben zu können. dieses Weiterleben ist natürlich anders als in jungen Jahren. Ich kann auf Erfahrungen bauen, kann mich schneller orientieren, wie die Dinge ihren Verlauf nehmen werden. Wichtig ist für mich beim guten Altern, dass alle, oder wenigstens die noch funktionierenden Sinne wach sind, wahrnehmen können, was in der Umgebung vor sich geht, Stimmungen lesen und ich entsprechend darauf reagieren kann. Körperliche Gesundheit hilft sicher, mit dem Alter besser fertig zu werden. Daneben habe ich aber auch in den vorherigen Jahren gelernt, mit Schmerzen und anderem Übel zurecht zu kommen. Als sehr erfrischend empfinde ich die Möglichkeit, auch mal freche Antworten geben zu können, ohne gleich an Sanktionen denken zu müssen. Wichtig für ein gutes Altern sind für mich Aufgaben, die mir übertragen werden, seien es Freiwilligenarbeiten oder solche in der Familie. es macht mich zufrieden, wenn ich meinen Kindern helfen kann beim Betreuen ihrer Kinder, meiner Enkelkinder, und sie sich dann ausser Haus begeben und einer Arbeit nachgehen können, wenn sie das wünschen. Gebraucht zu werden ist ein wichtiger Faktor fürs gesunde Altern. Dies kann auch in einem Chor sein oder in einem anderen Club. Mein Alter merke ich auch daran, dass Menschen mich um meine Meinung fragen und sich daraus ein Gespräch entwickelt. Ein wichtiger Teil meines Älterwerdens ist mein Hund. Er zwingt mich, das Haus zu verlassen und mich mit anderen Menschen zu unterhalten. Ich glaube nicht, dass dies ohne Hund zustande käme und kann dabei doch so viel erfahren, wie es um andere Menschen steht. Bewegung, die ich zwar eigentlich nicht unbedingt haben müsste, tut mir und meinem Bewegungsapparat ganz offensichtlich gut. Vor allem dann, wenn ich an einem schönen Ort verweile und die Ruhe und Gelassenheit z.B. des Waldes in mir aufsaugen kann und dabei an die Schöpfung, wer immer sie auch geschaffen haben mag, denke und danke sagen kann. Diese Erlebnisse helfen, Belastungen von aussen besser zu überstehen und sie ruhiger anzunehmen.

Lorem ipsum dolor sit amet, Altern ist stetem Wandel unterworfen. Ich bin in einer weieren Lebensphase als Mensch, doch sie lässt Neues und anderes zu. Schlecht finde ich, dass von einer Gruppe gesprochen wird, von Menschen,. Im Einzelnen läuft das Aelterwerdn seht individuell ab. Spürbare Einschränkungen, die von der körperlichen Seite eintreten, damit umzugehen lernen ist ein grosses Thema. Das Rückwärtsschauen auf eine frühere Lebenszeit birgt Chancen. Was ist mir gelungen? Wie hbe ich wann was wie gelöst. Was mir nicht so gut bekomt, ist, dass ich im Nachhinein gewisse Lebensjahre gelebt hab, die nicht so von mir selber bestimmt waren. Was wunderschön ist, dass eine Offenheit möglich ist, ohne wenn und aber. Ich erlebe Freiheit in einer Form, die lebendig macht. Jahre vor sich zu sehen, die noch Viele Fazetten offen lassen, das finde ich für mich als enorme Chance. Der Umgang mit Menschen ist das a und o. Zu sehen, wie junge Leute funktionieren in Jetzt , das heisst sich bewegen können im Jetzt in die Zukunft und indi Vergangenheit, ist ein grosser Reichtum . Die Angst vor körperlicher Einschränkung, die ist da und sie wird kommen in vrschiedenen Formen. Ich glaube, dass Loslassen , etwas weglassen, was mal stark und prägend war, Platz schafft und Neues ermöglicht. Das erste Mal wahrzunehmen : Jetzt bin ich alt, bringt Gewisshei, Zugang aber auch Widerstand. DAs Einschätzen von nahen Menschen zeigt mir, dass das Wesentliche bleibt, wie es war. Das bedeutet, auch im Alter erlebe ich mich als meine Person mit meinem Sein und meinen Geschichten.

Das Alter ist nicht einfach zu beschreiben. Wichtig ist, dass man sich auf Dinge konzentriert, die im Alter wichtig sind. Vorausgesetzt ist das wichtigste Element die Gesundheit. Diese ist wie ein Sechser im Lotto. In meinem Leben ist die Partnerschaft sehr wichtig und vor allem die gemeinsamen Interessen. So wird die Zweisamkeit auch schön. Unser Leben bestand immer in Richtung Hund, mit unserer Tochter damals noch Katzen, Meersäuli und Hasen. Unsere Hunde begleiten und schon fast 50 Jahre, seit unserer beider Pensionierung sind es nun 2 Vierbeiner. Wir lieben unsere Lebensweise und geben uns beide Halt. So ertragen wir auch besser mancher negativer Einschlag. Unser Leben ist sehr erfüllt und durch die langen Jahre sind sehr oft die Gedanken die selben. Unsere Interessen von damals haben sich bis heute nicht verändert. Gut, im Alter ist man nicht mehr so belastbar und man verabschiedet sich gelegentlich von Freunden, die einem nicht mehr zusagen. Wir sind kein altes Ehepaar, aber manchmal leben wir gerne in der Vergangenheit.

Jeder wird älter, sogar schon Kleinkinder. Ob es Spass macht hängt von einem weitgehend selber ab. Aber ich bin jetzt schon xx und weiss, dass nicht alles so läuft wie man es selber möchte. Die grösste Rolle spielt die Gesundheit, die man nicht einfach frei wählen kann. Beim Älterwerden können einem eigentlich recht viele Schranken gesetzt werden. Ich habe noch so viel Energie und Ideen im Kopf, aber mein Herz (Herzinfarkt mit xx ) und mein Atmen (Asthma) machen mir einen Strich durch die Rechnung. Es geht relativ lange bis man merkt, dass man einfach (oder weniger einfach) die Ziele anders setzen muss. Das geht nicht immer geradlinig. Es braucht viele Stolpersteine. Gerade denke ich ans Älterwerden im Kleinkinderalter. Auch dort stolpert man und ich hatte jeweils viele Beulen und Schürfungen, weil ich meine Grenzen auch nicht akzeptieren wollte und immer schneller zum Ziel gehen, springen, hüpfen oder rennen wollte. Ich glaube heute ist es dasselbe. Grenzen wahrnehmen, akzeptieren und dann mit Geduld – viel Geduld und Intelligenz die Route, den Weg machen. Ja Geld spielt auch eine bescheidenen Rolle! Aber vielleicht ist es gar nicht so schlecht, wenn man sparsam leben muss. Dann kann man auch in dieser Hinsicht lernen, mit Grenzen umzugehen. Alter hat aber auch sehr gute Seiten. Je älter ich werde, desto befreiter kann mein Geist sein. Wenn eine 50 jährige Frau einmal nicht nach den Normen lebt, dann schaut alle Welt dahin und runzelt die Stirne. Wenn aber eine alte Frau mal etwas komisches macht, dann ist das eben die Norm je älter man wird, desto mehr wird von der Gesellschaft akzeptiert , dass man halt ein bisschen wirr im Kopf ist. So geniesse ich es, manchmal bewusst Dinge zu tun, die eigentlich nicht normal wären, nur um die Reaktion der Mitmenschen herauszufinden. Man wird wieder so frei wie ein Kleinkind. Dem Kleinkind verzeiht man ja auch viele Sachen. Im grossen ganzen ist es wirklich schön älter und dafür weiser zu werden!! ich sehe mehr Positives als Negatives. Ich danke Gott, dass es mir immer noch so gut geht, auch wenn mich WehWehchen begleiten.